23. Februar 2010

Von Training, Talenten und Technikverständnis

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 11:26

“Lernen ist wie Rudern gegen den Storm. Hört man damit auf, treibt man zurück.” - Laotse

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Trainieren meint ja nix anderes, als Üben, Üben, Üben: Vokabeln, Abfahrtslauf, den neuen DVD-Player zu bedienen, weniger-schüchtern-sein, selbstbewusster auftreten…

Woran üben Sie denn gerade rum?

Nundenn, ich gebe es zu: Technikverständnis zählt nicht zu den Talenten, mit denen der liebe Gott mich vorrangig gesegnet hat. Im Gegenteil: er hat erheblich geschludert, so dass ich leider, leider gezwungen bin, auf diesem Gebiet in Dauerübungsbereitschaft zu bleiben, um halbwegs in dieser technikdurchsetzten Welt bestehen zu können.

Gestern zum Beispiel: Da hatte ich nach 3 Ewigkeiten (weiterlesen…)

22. Februar 2010

Von Schneewintern und der Mär vom Konsumglück

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 09:18

Sind Sie gut durch den Winter gekommen? Wie haben Sie sie rumgebracht, diese doch mittlerweile außergewöhnliche Schneezeit? Fanden Sie sie gut oder schlecht?

Vielleicht ging es Ihnen ähnlich wie vielen anderen: zuerst fanden wir den Schnee superspannend, stapften begeistert durch die weiße Winterlandschaft, ließen Kindheitswinter an unserem geistigen Auge vorbeiziehen, sprich, wir erfreuten uns an der weißen Pracht.

Ab einem gewissen Zeitpunkt schien die Stimmung allerdings zu kippen: wir hätten auch gut drauf verzichten können, auf das Schneeschippen, die Kälte, das Gerutsche auf den Straßen.

Was war passiert? Wir hatten uns an den Schnee gewöhnt. Das Außergewöhnliche war gewöhnlich bis lästig geworden und unsere Euphorie und Begeisterung und Neugier schmolz wie Schnee in der Sonne.

Ich möchte Sie einladen, sich drei Minuten Zeit zu nehmen und sich zu erinnern:

1. Denken Sie an eine Situation, wo Sie etwas für Sie Schönes und Neues erworben haben.

Das kann ein lange ersehntes Sofa oder Auto oder Küche oder Schuhe sein. Suchen Sie nach etwas, was IHNEN lieb und wichtig war, ggf. etwas, worauf Sie sogar lange gespart haben.

2, Erinnern Sie sich an die Zeit VOR dem Kauf: haben Sie sich informiert oder mit Freunden diskutiert, z.B. welches Auto oder welcher Laptop wohl das oder der richtige für Sie sei. Welche Erinnerungen, welche Bilder stellen sich dazu ein?

3. Dann erinnern Sie sich bitte genau an den Zeitpunkt, als Sie das Sofa, das Auto, den Laptop….gekauft haben und es Ihrs war.

Steigen Sie noch mal in die Situation dort ein und lassen Sie die Bilder Revue passieren: wo genau waren Sie da? Mit wem waren Sie  ggf. zusammen? Welches Gefühl macht sich breit?

Ich erinnere mich z.B. noch ganz genau an das Gefühl, das ich hatte, als ich auf meine neue Küche sah: wow :-)  Ebenso erging es mir, als ich meinen ersten Laptop unter dem Arm hatte aus einem Geschäft spazierte.

4. Dann gehen Sie im Geiste 1, 2 Wochen, Monate oder Jahre weiter - und fühlen noch mal nach, ob das Gefühl zu dem erworbenen Teil immer noch so jungfräulich euphorisch und stolz und begeistert war/ist?!

Wahrscheinlich nicht. Wir haben uns an die Dinge gewöhnt wie an den Schnee in diesem Winter und irgendwann war der Glanz und der Lack des Neuen auch da ab.

Warum ich Sie zu dieser kleinen Übung eingeladen habe?

Weil der schmelzende Schnee und die 7 Zeitungsbeilagen mit Dauerglücksverheißungen mich heute morgen daran erinnert haben, mir - und vielleicht auch Ihnen -  immer wieder ins Bewusstsein zu rufen:

-    Jedes Streben nach Dauerglück, Dauererfolg, Dauerleidenschaft ist zwangsläufig früher oder später zum Niedergang verurteilt, weil wir uns auch daran gewöhnen - und uns nach Neuem und UnGewöhnlichem sehnen. Mißtrauen Sie also den Ewig-Glück-verheißenden Gurus und Botschaften. Das Leben ist und bleibt polar - und auch daraus bezieht es seine Glücksmomente.

- . Nicht der Besitz von Etwas macht glücklich, sondern lediglich der Augenblick des Erwerbs. Vielleicht bewahrt dieses Wissen einen ja davor, den vierundzwanzigsten Ostereierbecher oder den vermeintlich noch besseren Flachbildschirm zu kaufen….

Herzlichst für heute<-->

19. Februar 2010

Dick und selbstbewusst: geht doch!

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 23:49

Liebe Leserinnen,

unbedingt angucken, wenn Sie Probleme mit Dicksein, Dickfühlen, Selbstwertzweifeln haben und auch sonst und sowieso und an sich macht der Film Mut, sich oder etwas oder gar beides zu verändern.

Doris Dörrie - Die Friseusin - Ausschnitt aus dem Youtube Trailer

Gewichtsprobleme und die daraus erwachsenden Selbstvorwürfe, Selbstzweifel, Selbstbewusstseinseinbußen, welch Frau - und zunehmend welcher Mann - kennt sie nicht (oder lässt sie sich von dieser oder jener Industrie einreden). Irgendwann habe ich beschlossen, anders mit dem Thema umzugehen und MEIN Wohlfühlgewicht selber und selbstbestimmt festzulegen - und das Leben zu genießen. Dazu passt der Film wunderbar, ebenso zu Maja Storch und ihrem Mein ICH Gewicht, deren Ansatz ich in meinen ICH-Gewichts-Kursen vermittle Mehr dazu unter:  http://www.maria-ast.de/ich-gewicht.php

Viel Spaß beim Anschauen!

Sonnige Grüße

13. Januar 2010

Lebensgefährlich oder Schmerz lass nach

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 12:30

“Wird’s besser? Wird’s schlimmer?” fragt man alljährlich.

Seien wir ehrlich:

Leben ist immer lebensgefährlich”   - Erich Kästner

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Dazu wollte ich eigentlich einen schönen Neujahrsbeitrag schreiben. Es kam anders:

nach 8 Wochen Sehnenscheidenentzündung (und Schreibverbot…) bin ich Samstag voll auf BEIDE Hände gefallen. AUA……. weitere 8 Wochen Scheib-, Putz-, Sportverbot etc. Nundenn, da kommt nicht nur Freude auf.

Ich warte auf die Lieferung von Dragon, einem Spracherkennungsprogramm. Irgendwie muss es ja möglich sein, auch ohne Fingereinsatz schriftlich zu kommunizieren heutzutage.

Wenn jemand von Ihnen noch eine Tipp hat, der garantiert bei ihm oder ihr gewirkt hat, wenn es um eine Sehnenscheidenentzündung oder ne Handgelenksverstauchung ging, , nur her damit - und sei’s nen netten Witz. Mit Humor ist ja bekanntlich vieles besser zu ertragen.

Ihnen allen: Glück, Gesundheit, Zufriedenheit und wenn’s mal hakt: nicht die Zuversicht verlieren, dass alles besser wird und sich der Sinn irgendwann offenbaren wird. Ich versuche zumindest grad, diese Haltung einzunehmen.

Herzlichst

Maria Ast

23. Dezember 2009

Vorsicht Satire! Schnelltipp Nr. 3 vom Anti-Erfolgscoach

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — olli @ 20:22

Schnelltipp 3 -  So kommen Sie garantiert granatenschlecht drauf! Es grüßt: Ihr Antierfolgscoach Maria Ast aus Bielefeld

Hier anhören: Schnelltipp No. 3

11. Dezember 2009

Auszeit - Außer Gefecht gesetzt

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 10:04

Liebe Blog-Leserinnen und -Leser,

lange nix in den Blog geschrieben - was einen ‘guten’ Grund hat: seit Wochen belagert mich eine tie-ri-sche Sehnenscheidenentzünung und  ich habe to-ta-les SCHREIBVERBOT, was ich erst noch großzügig ignoriert habe… Jaja, nun ist die Zwangs-Auszeit eben dran.

Da Schreiben für mich fast so wichtig ist wie atmen, finde ich das hier schon eine ziemliche neuartige Erfahrung. Sie ähnelt Erstickungsängsten: Man kann auch an zu vielen nicht geschriebenen Worten, die sich in und über einem auftürmen,  ersticken. Ich versuch grad, “es” auf Band zu sprechen. Hm, nich ganz dasselbe, aber immerhin.

Vielleicht lesen Sie dennächst weniger von mir und hören dafür umso mehr. Wofür ’sowas’ gut ist, stellt sich ja manchmal erst später heraus. Also, bleiben Sie mir treu. Das wäre schon eine gute Unterstützung.

Eine gesunde und besinnliche Adventszeit wünsche ich Ihnen.

Herzlichst

Maria Ast

P.S. Der neue ICH? Stark! - Workshop startet am 19.1.2010 - siehe auch  http://www.maria-ast.de/termine_seminare.php - Gerne auch weiterempfehlen - falls Sie nicht selbst Lust haben, teilzunehmen.

9. Oktober 2009

Wind of Change - Gedicht

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 19:21

Passend zum Herbstwind, noch ‘n Gedicht von mir.

Hier können Sie das Gedicht direkt hören. Bitte auf play klicken.

Gedankenflut - Gedankenstopp

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 10:57

„Ich wünschte, ich könnte meine Gedanken abstellen!” Die meisten von uns haben diesen Satz sicher schon gesagt oder von jemand anderem gehört. Eine Gedankenflut , eine Art nicht erwünschtes Brainstorming strömt und stürmt durch unser Gehirn. Die Gründe dafür sind vielfältig, und die erlaube ich mir an dieser Stelle einfach außen vor zu lassen.

Wir wünschen uns, dass mal Ebbe wäre mit unserem Gedenke, um zur Ruhe zu kommen.

Beten, meditieren, eine Entspannungskassette hören. All das mag bei vielen wirken, bei mir wirkt es im aktuellen Flut-Stadium so wenig wie ein Wagenheber, den ich nicht dabei habe, obwohl mein Auto grad 2 Platte hat.

Letzte Woche entdeckte ich - gegen Mitternacht - eine für mich eine äußerst wirksame Methode, und zwar als ich ein Buch von Wilhelm Genazino las. Bevor ich Ihnen diese verrate - Spannung muss sein, lernt frau spätestens beim 3. Marketingbuch - erst mal ein paar schnell umsetzbare und gängigere Erste-Hilfe-Tipps:

1.) Die bekannteste Methode ist der Gedankenstopp. Wenn’s mal wieder zu doll im Gehirn tobt, sagen Sie das schlichte Wörtchen STOPP! Ggf. auch 3 oder 99 mal.

2.) Noch besser funktioniert die Methode m.E., wenn Sie sich in der dritten Person ansprechen: STOPP, Eva, Erika, Simone. STOPP, Peter, Bernd, Alfred! (Setzen Sie Ihren Namen ein.) Das gibt zusätzlich Abstand. Sie betrachten sich dann einen Moment wie von außen. Das wiederum ist eine gute Ausgangsbasis für Tipp

3.) Wer sich von außen betrachtet, hat Distanz zu sich und kann mit sich selbst ins Gespräch kommen. Reden Sie sich gut zu. Auch in der 3. Person: Das schaffst du schon, Rolf! Ach, komm, Mädchen, das hast du das letzte Mal auch geschafft. Eigentlich weißt du doch: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird!. Wird schon! - Hört sich vielleicht platt an, dennoch: Hier greifen tatsächlich Volksweisheiten, so oder weil einem grad nix Eigenes Aufbauendes einfällt.

4.) Verändern Sie Ihre Körperhaltung: Stehen Sie auf, wenn Sie grad liegen. Legen Sie sich hin, wenn Sie grad stehen. Persönlicher Tipp: Knien Sie sich hin. Ich kann Ihnen versichern, wenn Sie nicht grad katholisch aufgewachsen sind wie ich, dass das ein ungewöhnliches Gefühl für Sie sein wird. Veränderte Gefühle führen zwangsläufig zu anderen Gedanken. Ein „Trick”, mit dem viele Körpertherapeuten arbeiten.

Nun zu meiner Neuentdeckung im Umgang mit unerwünschten Gedankenstürmen, die mich gleich zu diesem Newsletterartikel inspiriert hat und den ich nun mit Ihnen teilen möchte, weil er so genial und schnell und überall einsetzbar bei mir wirkt:

5. Versuchen Sie, die Dinge, die Sie grad sehen oder hören, so exakt wie möglich zu beschreiben. (Gefühle beschreiben geht auch. Ist dann schon was für Fortgeschrittene.)

Also, z.B. sitze ich ja grad am Laptop hier. Der steht auf einem Schreibtisch im Erkerfenster. Das Fenster ist braun. Die Fensterbank heller Marmor. Darauf 3 unterschiedliche große Steine: 1 schwarzer, 2 hellere. Daneben ein kantiges, durchsichtiges Stück Alabaster, dazwischen 2 hohe, schlanke Blumenvasen aus Glas mit hellblauen Streifen, eine trägt eine weißpinke Lilie. Im Hintergrund: hellgrauer Nebel über Häusern und Bäumen und ein Ahornbaum mit dunkelgrünen Blättern, auf deren Enden Tautropfen hängen…

(Die Zustandsbeschreibung meines Schreibtisches offenbare ich Ihnen jetzt mal nicht.)

Der Effekt ist verblüffend: Sämtliche Gedanken sind auf das Beschreiben fokussiert. ICH finde das superentspannend. (Zudem hat diese Übung einen enormen Nebeneffekt: wir lernen, Beschreibung von unseren subjetiv-gefärbten Interpretationen und Bewertungen zu trennen.)

Fangen Sie am besten gleich mit Üben an und etwas zu beschreiben gibt es überall: im Büro den Schreibtisch oder was XY heute trägt, beim Spazierengehen die Landschaft, die Bäume, die Straße, selbst auf dem Klo kann man die Kacheln und das Deko beschreiben.

Üben ist wichtig, denn, merke: Auch der beste Wagenheber nutzt nichts, wenn du im entscheidenden Augenblick nicht damit umgehen kannst.

Und noch ein Hinweis fürs Üben und den Ernstfall: Vergessen Sie alle richtig-und-falsch-Kriterien, die Ihr ehemaliger Deutschlehrer für Beschreibungen ansetzen würde. Es soll Sie entlasten. Das ist der Sinn an dieser Stelle.

Nun sind da beileibe ja sicher nicht alle Methoden, um einen Gedankenstopp hinzukriegen.

Kennen Sie welche, die Ihnen helfen? Welche Maßnahmen wirken bei Ihnen am besten, schnellsten, entlastendsten? Wenn Sie mögen, teilen Sie es mir und anderen hier mit.

1. Oktober 2009

Alles ist möglich! - Ist alles möglich?

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 11:42

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

gehören Sie auch zu den Menschen, die sich von Medien, Ratgebern, Büchern einreden lassen: Alles ist machbar. Alles. Ändere einfach - haha, als wenn das generell so einfach wäre - deine Gedanken und du wirst ein Leben in Dauerspaß, Dauergesundheit, Dauerfitness, Dauerglück haben.

Dass wir uns alle nach Gesundheit, Glück, Liebe, Erfüllung sehnen, wird sicher niemand abstreiten wollen. Dass veränderte Gedanken veränderte Ergebnisse hervorbringen, ebenso wenig. Mich bringt es nur zunehmend in Rage, ja, Rage, was solche Heilsversprechen bei vielen Menschen anrichten. Der Grund: sie arbeiten mit Absolutheiten und absoluten Wahrheiten oder Sicherheitsversprechen: Wenn Komma dann…

Die Botschaft dahinter lautet ja zudem: Du bist zu 100% verantwortlich für das, was du denkst. Und wer 100% verantwortlich ist, der ist auch zu 100% verantwortlich für das Ergebnis. Und wenn das Ergebnis nicht das erwartete ist, ist derjenige auch selber SCHULD!

Beispiele dazu aus meiner Praxis:

- Da kommt eine Frau, die sehr krank ist und macht sich schwere Schuldvorwürfe: Wenn sie nur ‚das Richtige’ gedacht hätte, dann wäre sie ‚sicher’ nicht krank geworden.

- Da kommt ein dynamisch wirkender Unternehmer, ist aber tatsächlich dem totalen Burnout nahe, weil ihm schwant, dass er auch in den nächsten 3 Jahren keine Million gemacht haben wird - obwohl er doch laut Buch alles richtig gemacht hat.

Das sind m.E. Allmachtsphantasien, die da in Menschen geweckt, übernommen wurden oder werden. Gehen diese nicht in Erfüllung, scheitern diese trotz enormer Anstrengungen, fühlen sich die Scheiternden schuldig, zweifeln an sich, ihren Fähigkeiten und/oder fallen fast zwangsläufig in den Gegenpol von Allmacht, nämlich den der Ohnmacht.

Dann gilt es, den Kundinnen/Kunden wieder klar zu machen: Du bist nicht ALLmächtig: das Leben und die Umstände sind viel zu komplex. Aber du bist auch nicht OHNmächtig, sprich, ohne Macht. Du hast Macht über bestimmte Dinge, Einstellungen, Gedanken, du hast Ressourcen, du hast Lebenserfahrung - oder erfährst sie gerade - und etwas ist immer möglich, aber eben nicht alles.

Mir fällt dazu noch ein Begebenheit aus meiner Anfangszeit als Coach ein, als ich einen Freund noch glühend davon überzeugen wollte, dass mit Coaching und NLP alles möglich sei, er daraufhin ruhig und grinsend 2 alte Langspielplatten rauskramte und mir zwei Lieder vorspielte.

Das erste war: You can get it, if you really want!

Das zweite: You can’t always get what you want …but sometimes you get what you need.

Was immer Ihnen von den 2 Aussagen näher steht, es hat Auswirkungen auf Ihren Blick auf die Welt und Ihr Da-Sein in der Welt. Vielleicht haben Sie ja Lust und probieren spielerisch mal vorübergehend eine andere Sichtweise aus - und bleiben aufmerksam, ob und was sich ver-ändert.

Herzliche Grüße

Maria Ast

5. September 2009

Welch Geistes Kind wir sind, offenbaren wir selbst

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 10:06

Hallo, liebe Leserin, lieber Leser,

gerade, wer Foren oder Blogkommentare verfolgt, erlebt ja manchmal echt schräge Sachen. In der Beratungs- und Coachingszene allemal.

Da setzen sich Coachs, Trainer, Berater narzisstisch in Szene, schreiben Erfolgsbibeln, bezeichnen sich (oder lassen sich gerne) als Papst bezeichnen und definieren Erfolg, scheint’s, über die Anzahl der Leser/TeilnehmerInnen  oder an der (öffentlich zur Schau gestellten) Summe ihres Einkommens.

Wen wundert’s, wenn mich das  - schwer katholisch geprägt oder geschädigt, wie ich’s grad sehen will - tatsächlich an das Hierarchie-Denken der Kath. Kirche erinnert, das ich allerdings auch da schlichtweg ablehne: oben, weiiiiiiiiit über einem, steht ein allmächtig-wissender GOTT oder PAPST… und unten sitzen die doofen, armen Schäflein, die dringend einer solchen Führungsperson bedürfen, die ihnen mal grad verkündet (oder sollte ich sagen: verkündigt?), was ihnen zum wahren Glück, wahren Erfolg, wahren Selbstbewusstsein etc.  feht - und alles, weil er/sie uns doch alle soooooooo lieb hat. Haha.

Da frage ich mich - als MOTIV-ationscoach - was für MOTIVE solchen Menschen antreibt. Und ob sich selbige Personen nicht darüber im Klaren sind, was sie auf der Offenbarungsebene (ich sach nur: Johari-Fenster, Blinder Fleck) von sich da eigentlich anderen offenbaren.

Für mich hat Arbeit mit oder Begleiten von Menschen in alleresten Linie was mit der inneren Haltung zu tun. Die enthält wiederum unsere  - bewussten oder unbewussten - Motive und zeigt, wes Geistes (oder Haltungs)Kind wir sind.

Meine Bibelkenntnisse sind begrenzt. Mir fiel grad eine Stelle aus dem Hohen Lied der Liebe ein, die in meiner Privatzusammenfassung in etwa besagt: Es gibt verschiedene Gnadengaben: die der Weisheitsrede, die der Erkenntnisvermittlung, die der Vision, die, heilende Kräft zu haben…

“…wenn ich mit Menschen- ja mit Engelszungen rede, habe aber die Liebe nicht, so bin ich ein tönend Erz oder eine gellende Schelle”, will meinen: kläre als Mensch, der mit Menschen arbeitet, erst mal und eigentlich immer wieder und wieder deine EIGENE Haltung, deine EIGENEN Motive, bevor du andere meinst, belehren, helfen, ‘beglücken’ zu müssen - oder ihnen mit fragwürdigen Heilsversprechungen das Geld aus der Tasche zu ziehn.

Übrgens: mein Motiv, diesen Artikel zu schreiben, war, meine Stimme zu erheben, gegen solche, die meinen DIE Heilsbotschaft schlechthin zu haben. Meinen Kindern habe ich immer - um im Jargon zu bleiben - ‘gepredigt’: Wer schweigt, stimmt zu! Und zustimmen will ich eben solchen selbsternannten Heilsbringern nicht mehr. Punkt.

Maria Ast

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