4. August 2010

Pst… Nur für Frauen: Ich hab’s getan!

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 09:41

Männer, mal weglesen, denn ihr kapiert et sowieso nich, na, vielleicht noch Günther Jauch, der freut sich bei “Wer wird Millonär” ja immer so, wenn er dort jemanden aus seiner Altersklasse sitzen hat, die/der noch weiß, wer Conny Francis  war und “17 Jahr, blondes Haar….” (von Udo Jürgens für die Jüngeren…) tatsächlich bis zum Schlussakkord mitsingen kann und sich mit ihm an Zeiten erinnert, in der man(n) beim BRAVO-Lesen noch rote Ohren bekam. Jaja, die schöne Jugend, sie kommt, sie kommt nicht mehr…. schöhön ist die Jugend, sie kommt nicht mehr…

Ansonsten: Frauen, ich teile Euch mit: Ich habe ES getan!!! Ich habe nach 33 - in Worten: dreiundreißig! - Jahren mein BRIGITTE-Abo gekündigt! Und wegen der langen Treue, bräuchte ich mich an keine Kündigungszeit halten, teilte mir die Dame mit. Es ginge sogar von gleich auf jetzt. Jesses. Einerseits fand ich das gut, andererseits kam mir kurz die Geschichte hoch, wo ein Bekannter  sportlich mit seinem Rennrad ins Reisebüro ging, und frau ihm fröhlich mitteilte: Ach, Sie sind über 60! Da greift ja schon der Seniorentarif!” Mann fühlt da plötzlich, dass mann sich plötzlich sehr alt gefühlt hätte…

Tja und dann, wenn man bzw. frau heute irgendetwas telefonisch kündigt, kommt ja die obligatorische Frage nach dem Warum. Warum wollen Se denn kündigen?

Weil ich nur noch peter gaymanns Die Paar Probleme-Cartoon ansah (Seite 7) , eine Seite umgeblättert die Kolumne von Julia Karnick las und gaaanz hinten nochmal die Kolumne Problemzonen von Ildiko von Kürthy gelesen habe - und auch die ohne-Model-Models immer jünger wurden.

Weildie Rezepte und Themen sich in den 33 Jahren mindestens alle 3 Jahre wiederholt haben.

Weil ich sie gefühlt schon 100 Jahre abonniert habe und sie seit mindestens 15 Jahren schon kündigen wollte…

Uftz, will sagen: es wurde allerhöchste Zeit, dieses süße Jugenderinnerungsband - ratsch - zu kappen und aufrecht in die plus50-Phase des Lebens zu schreiten, wie John Wayne (oder war’s ein anderer?) nach getanem Kampf  in die untergehende Sonne , wo die Weite und Freiheit der Prärie auf ihn wartet.

Jaha, so ähnlich fühle ich mich  grad :-).  Auf zu neuen Horizonten!  sach ich da nur. Können nur weiter werden.

Frauen, ich weiß, ihr versteht mich. Und wenn nich, dann schreibe ich doch noch an Günther Jauch und dann weinen wir gemeinsam den BRIGITTE-Jahren nach und stimmen ein “Schön ist die Juhugend…” zusammen an.

Schönen Tach noch.

30. Juli 2010

Ich könnte schreiiiiiiiien oder Dritter sein oder Befreie Dich!

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 08:17

Liebe Leserinnnen, liebe Leser,

können Sie sich mal grad die Ohren zuhalten? Ich muss nämlich mal kräftig schreien… aaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrggggggghh. Und schreien muss ich immer, wenn ich mich einem tierischen Frust gegenübersehe, den ich loswerden muss, um nicht vor Wut oder Ohnmacht in die Auslegeware zu beißen und mir grad die 1000 ach so schlauen Verhaltenstipps der, haha, Coaches, Berater und Ratgeberbücher nicht einfallen.

Wobei wir auch schon beim Urgrund wären, der mich - sorry, ich muss es noch mal tun: aaaaaaaaaarrrrrrrrrrgggggghhhh - zum Schreien und hiermit auch zum Schreiben bringt.

Es sind die gefühlten Millionen Newsletter, Ratgeberbücher, Fernsehsendungen, die alle nur in EINE Richtung zielen: bei mir/bei uns können Sie höher, schneller, weiter kommen. Wir verhelfen dir zu Ansehen, Erfolg, Partner, Dauerglück.

Hä, was daran falsch sein soll, höre ich Sie fragen?
Meine Antwort: Alles! Weil es eine einseitige, ein eindimensionale Welt- und Wertesicht ist. Das Leben ist polar! Bewerte ich nur noch den einen Pol als erstrebenswert, dann hat das dramatische Folgen für jeden einzelnen von Ihnen/uns und letztlich für die Gesellschaft allgemein, denn das meint:

Sobald ich mich nur ein Millimeterchen vom Glücks- oder Erfolgs- oder Ach,was ist das Leben schön-Pol entferne, kriege ich das Zittern und Bangen und fühle mich defizitär. Und defizitär meint ja soviel wie:
negativ, suboptimal, nachteilig, unvorteilhaft, mangelbehaftet, fehlerhaft, beschädigt, defekt, , mangelhaft. Ich verweise nur mal auf unsere Nationalelf, die “Dritter sein” als so negativ, suboptimal, mangelhaft empfand, dass sie keinesfalls feiern wollte! Ich könnte schon wieder schreien…

Dieser Dauerquatsch, den wir alle glauben sollen, dass Dauerglück, Dauererfolg, ein Kick nach dem anderen uns glücklich machen könnten und wir nur in diese Richtung blicken sollten! Befreien Sie sich davon, sonst sind SIE dauerunterwegs! Weiß vor Weiß, Glück vor Glück wird eh irgendwann nicht mehr als Weiß oder Glück wahrgenommen. a) hat man/frau sich daran gewöhnt, wie an das neue Auto, die neue Küche oder die Gehaltserhöhung und b) machen erst die Kontraste das Bild und das Leben spannend.

Und was tun wir also? Wir werden trotz Glück, Erfolg, Reichtum aus ,unerfindlichen Gründen´ unzufrieden, nöggeln rum, erschaffen uns also quasi selbst einen ,dunklen Hintergrund´, vor dem das Glück, die Freude, der Erfolg erst wieder als Glück oder Freude oder Erfolg wahrgenommen werden können.

Zurück zu meiner Wut: Wütend bin ich eigentlich, weil viele Menschen beim Wort “Coach” genau solche Chackachacka-Typen im Sinn haben und ich auf Feiern, Messen, Veranstaltungen immer wieder klarstellen muss: zu dieser Art von Coach gehöre ich NICHT und will ich bewusst nicht gehören; Coaching meint für mich NICHT: immerzu schön die Kundinnen/Kunden in Richtung höher, schneller, weiter, zu begleiten, sondern die Akzeptanz zu fördern, das Leben als polar zu begreifen, diese Sichtweise als Bereicherung zu empfinden.

Es geht eher darum, die Spannung zwischen den (Lebens)polen aushalten und meistern zu lernen. Eine Lebensaufgabe, da das Leben uns immer wieder vor andere, neue - leidvolle und glückvolle - Herausforderungen bereit hält.

Ihnen alles zu theoretisch, was ich da formuliert habe? Dann zur Veranschaulichung ein Beispiel aus der Praxis, was es mit der (Neu)Bewertung von Polen auf sich hat:

Beispiel: Herr Icks kommt zu mir, ist leicht depressiv und schüchtern und möchte offener auf Menschen zugehen können, weil er meint, dass er mit seiner sehr verschlossenen Art wohl keine Karriere im Beruf machen und auch keine Partnerin finden wird (es mag zig andere Gründe haben, die lasse ich jetzt einfach mal außen vor).

Um es in Polen auszudrücken: Herr Icks möchte weg vom Pol “Schüchternheit” und hin zum Gegenpol “Offenheit”, dann, so vermutet er, wird er erfolgreicher seine Ziele erreichen.

Kunden sind immer wieder bass erstaunt, wenn ich ihnen sage: Prima, dass Sie schon wissen, wohin Sie wollen (meistens in die Gegenrichtung!!). Dazu kommen wir auch noch.

Es geht mir im ersten Schritt darum, den ,lästigen´ Pol, die meistens verhasste Eigenschaft positiv zu bewerten: dass und was für eine tolle Qualität es z.B. ist, sich zurückhalten zu können, verschlossen zu sein, verschwiegen zu sein, nicht immer in den Mittelpunkt drängen zu müssen etc.

Es geht nicht ums Wegmachen von Etwas, sondern er kriegt was dazu. In seinem Fall den Gegenpol zu Schüchternheit:  Offenheit. Der wird natürlich geübt und trainiert, wie ein Muskel, der bisher nicht gebraucht wurde.  Erst dann hat er tatsächlich die Wahl und kann situativ entscheiden:  mal ist dran - z.B. im Net - sich bedeckt halten zu können und mal ist es dran - z.B., wenn er eine Partnerin sucht - sich auch zu öffnen. (Und das bitte schön auch nicht andauernd, denn wie heißt es so schön: Wer immer offen ist, ist nicht ganz dicht. Und wer will schon einen Partner, der nicht ganz dicht ist!).

Die Erleichterung und das Erstaunen ist immer groß, wenn Kunden verstanden haben, dass das, was sie eigentlich loswerden wollten: hier die Verschwiegenheit, eine völlig andere, nämlich positive Bewertung erhält und sie diesen Teil behalten sollen und dürfen und sie ,nur noch´ die andere Hälfte dazulernen müssen, um tatsächlich ein Ganzes zu erhalten und je nach Kontext und Situation auf BEIDES zurück greifen zu können.

Das mag als Beispiel für kleinere Polaritäten dienen. Die Akzeptanz der großen Pole: Freude und Leid, Handlungsfähigkeit und Ohnmacht, Leben und Tod, Erfolg und Misserfolg, Erster sein und Letzer sein,  um nur einige zu benennen, gehören m.E. genauso zum Ganzsein und zu einem wirklich reichen Leben in all seiner Bandbreite.

Nicht immer leicht, das auszuhalten. Entscheidend ist meine Haltung, die ich habe. Hat Leid, hat Misserfolg, haben dunkle Zeiten darin auch Platz, dann bin ich weniger getrieben, rastlos und unermüdlich den Gegenpol anzustreben - sollten auch noch so viele Coaches, Ratgeberbücher, TV-Sendungen das Gegenteil als Heilsbotschaft verkünden.

11. Mai 2010

Dankbarkeit: ein Band oder eine Fessel?

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 10:03

“Dankbarkeit ist manchmal ein Band, oft aber eine Fessel.” J.W. von Goethe

Liebe Leserin, lieber Leser,

ICH bin Ihnen ja sooooooo dankbar, dass Sie meinen Newsletter lesen. Und SIE sollten gefälligst dankbar sein, dass ich Sie hier mit News und Tipps und bewusstseins-erweiternden Worten versorge…
Und außerdem meinen ja viele Mütter, Blumenläden, Douglasfilialen, Vertreter von Kirche und Politik, dass Kind doch am Tag X den Müttern danken soll.

Sie merken schon: mit der Dankbarkeit ist das so eine Sache. Geben und erhalten wir sie reinen Herzens, erreicht sie auch unser Herz: wir freuen uns, sind  be-rührt oder auch ge-rührt.
Das gilt sowohl, wenn wir jemandem “Danke schön!” sagen, als auch, wenn jemand uns zurück meldet: “Ich bin dir dankbar!”

Dankbarkeit hat etwas mit Wertschätzung zu tun.  Bemerke ich den Wert, hat etwas Wert für mich, dann fällt es leicht, zu danken. Das geht häufig ganz spontan. Ohne großes Überlegen oder großartiges Hin-und-her-wälzen von Pro und Contraargumenten kommt uns der Dank über die Lippen oder die geschriebenen Worte fließen uns wie von selbst aus der Feder. Das hat etwas Verbindendes, ist ein schönes Band.

Dankbarkeit, die eher einer Fessel gleicht, kennen Sie sicher auch. Das läuft meistens sehr subtil ab. Der andere fordert nicht direkt, sondern schiebt einem gekonnt Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen unter.

- “Ich war doch immer für dich da, Kind…”,
- “Habe ich mich nicht wie blöd für Sie eingesetzt beim Oberboss?”
- “Kannst du nicht wenigstens  EINMAL auch auf mich Rücksicht nehmen?”
-  “‘Du solltest dankbar sein Komma, dass du gesund bist, noch einen (wenn auch krankmachenden) Job hast, Kinder hast, keine Kinder hast, keine Glatze, eine Partnerin usw. usw. Dieser Relativierungs-Rat kommt besonders gut, wenn wir grad keine Ratschläge bräuchten, sondern Mitgefühl.

Sich selber die Fessel anlegen, das geht allerdings auch: ICH möchte auch mal ein Dankeschön hören, grummele Wolchen, Monate, Jahre innerlich rum, statt dem anderen zu signalisieren: Ich finde, ich habe ein Dankeschön verdient.
Wer das nicht kommuniziert, hat gute Chancen auf einen Burnout: Ich gebe noch mehr und mehr und mehr, in der immerwährenden Hoffnung, der Chef, die Kunden, der Partner, die alten Eltern, die Schüler, der liebe Gott werden  eines fernen Tages doch noch erkennen, wie tüchtig, anders, besser, verantwortungsvoll, kümmernd… ich bin.

Es muss gar nicht Böswilligkeit des Gegenübers sein, wenn das Dankeschön ausbleibt. Viel häufiger ist   Gedankenlosigkeit der Grund. Dankbarkeit hat mit Wertschätzung zu tun. Er/sie wertschätzt nicht (mehr), was ich tue. Vielleicht muss ich ihm den Wert tatsächlich mal wieder unter die Nase reiben, gar mit der Faust auf den Tisch des Hauses knallen  oder in gesitteterer Kommunikationsform den anderen klar machen: ich tue etwas, was von Wert für dich bzw. euch ist. Und: das möchte ich wahrgenommen wissen.

Schönstes Ergebnis wäre, dass der andere tatsächlich erkennt: Mensch, hast ja recht. Ich bin dir wirklich von Herzen dankbar. Für SO ein Ergebnis gibt es keine Garantie, aber jedenfalls haben Sie aus Ihrem Herzen  keine Mördergrube gemacht. Auch das befreit und erleichtert.

Welche Erfahrung haben Sie mit der Dankbarkeit gemacht? Fällt es Ihnen leicht zu danken? Können Sie Dank gut annehmen? Wie gehen Sie mit “Dankeinforderern” um? Ist Achtsamkeit Voraussetzung für Dankbarkeit, was meinen Sie?

7. Mai 2010

Projekt: Ohne Moos viel los! - Talente gegen Talente

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 08:37

Hintergründe zum Angebot: Ein besonderer Wünschetag

Immer wieder treffe ich wunderbare, nette, aufgeschlossene  Menschen, die sich , aus welchen Gründen auch immer, in einer finanziellen Notlage befinden, Sie kämen gerne in meine Kurse, sie bräuchten dringend Unterstützung, Begleitung, ein Coaching, aber…und dann kommt das große ABER: sie können es sich schlichtweg nicht leisten, weil sie bei Hartz IV gelandet sind, mit ihrer Selbständigkeit gescheitert sind, durch Krankheit, Scheidung, Tod mehr oder weniger mittellos dastehen.

Was tun? Altruistisch umsonst anbieten? Wie helfen, ohne sowohl mir selbst als dem/der anderen das Gefühl zu geben:  Hey, ICH bin die große Geberin - und  DU bist der ‘Almosen’-Empfänger. Das ist für mich nicht Auf-Augenhöhe-miteinander-verkehren. Zudem hinterlässt es bekanntermaßen häufig beim Nehmer das Gefühl, in jemandes, in diesem Fall: meiner Schuld zu stehen. SO, das wusste ich ganz genau,  wollte ich es NICHT.

Manchmal fällt einem die Lösung quasi als Geschenk vor die Füße:

Einer supernetten Frau habe ich letztens spontan angeboten: Sche… aufs Geld!  Kommen Sie doch einfach so. Sie haben sicher 1000 Talente, die ich gebrauchen kann und damit bezahlen Sie dann den Kurs. Auch wenn sie an dem Tag nicht konnte, war sie völlig begeistert von diesem Vorschlag und, peng, die Idee lag plötzlich megaklar vor mir: Ich mache eine Art Pilotprojet: ICH biete einen Kurs an - und die TeilnehmerInnen bezahlen mit ihren Talenten.

Wie der Donner dem Blitz folgt, folgten natürlich 1000 “Ja, aber!” der lieben besorgten Mitmenschen: Wie willst du das denn machen? Dann musst du doch XY und Z machen! etc. etc. ..  Weitere Ausführungen zum Traumkiller Ja, aber… siehe diesen Blogartikel.

Ich will und wage es dennoch, nämlich den Versuch, ob es möglich ist, Talente gegen Talente zu tauschen. Ich gehe das Ganze mit großer Neugier an und bin gespannt ob all der kreativen Dinge, Leistungen, Ideen, die es zu tausachen gibt und gilt.

Für mich hat das auch etwas damit zu tun, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Wert nicht mehr oder nur davon abhängig machen, ob sie Geld haben oder nicht. Was sie haben, sind Talente.  ALLE! Und sich dieser wieder als eigenständigen Wert bewusst zu werden, sich selbst mal wieder als Gebende zu erleben, , fördert das Selbst-Bewusstsein enorm.

Noch 2 häufig gestellte Fragen: Warum gerade ein Wünschetag? Ist das nicht purer Quatsch für Leute mit Existenzsorgen?

GERADE Menschen mit Existenzsorgen brauchen m.E. einen INSELTAG, an dem sie mal wieder nach Lust und Laune ihren Wunschmuskel ausprobieren, trainieren können,  um aus dem Denkkarussel: Kein Geld!  Wie komme ich schnellstmöglichst zu Geld? herauszukommen.

Und: sie selber gestatten sich das Träumen und Wünschen selbst nicht mehr, weil sie im Realitätskorsett oder Resignierungspanzer gefangen sind. Da kann man/frau auf keine neuen, guten Perspektiven kommen. Träumen erweitert den Möglichkeitshorizont!

Das größte Tabuthema ist jedoch in so einer Situation die SCHAM: Viele Menschen schämen sich, dass sie kein Geld haben, versagt haben, in dieser Konsumgesellschaft nicht mithalten können und  sogar dafür, hin und wieder von einem anderen, besseren Leben zu träumen!  SCHAM ist ein mächtiges Gefühl und eins der häufigsten Gründe, warum Menschen sich zurückziehen und nicht ins Handeln kommen.

Wünschetag meint auch:  Sich einen Tag gönnen, wo ich Menschen treffe, denen all diese Gefühle nicht fremd sind, wo ich mich mal nicht verstellen muss, wo ich spielerisch rumspinnen darf, ohne das gleich jemand sagt: Geht’s noch! Was spinnste rum! Das wird doch eh nix. Sieh erst mal zu, dass de an Geld kommst! , wo ich mich an meinen Talenten er-freue, egal, ob ich sie JETZT  und gleich beruflich/geldlich nutzen kann.

Das gibt Mut und Kraft und Zuversicht und Vertrauen in die eigene Selbstmächtigkeit.

Konkret:

a) Wer meint, er oder sie selbst gehört zu dieser Gruppe von Menschen

b) oder jemanden kennt, der/die in dieses Projekt passt,

c) oder noch Anregungen/Ideen/Erfahrungen zu Tauschgeschäften hat,

der/die möge sich telefonisch unter 0521/78 402 79 oder per mail: coaching@maria-ast.de bei mir melden oder diese Info entsprechend weiterleiten.  Mehr Details zum Angebot und zur Anmeldung: siehe http://blog.maria-ast.de/?p=442

“Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen!” - J.W.von Goethe

Möge es so sein! Herzlichst

Maria Ast

28. April 2010

Helfen Sie, den Tulpenkiller zu fangen! oder: Vom Umgang mit Wünschen

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 10:14

Stellen Sie sich folgende Mitteilung in Ihrer Tageszeitung vor:

„Wie jedes Jahr, vorwiegend im Frühling, so steht die Polizei auch dieses Jahr wieder vor einem Rätsel:

Sobald die ersten Krokusse, Tulpen und Osterglocken aus der Erde sprießen, zerstört ein bisher unbekannter Täter diese auf geradezu bestialische Art und Weise: wahlweise trampelt er mit seinen Füßen die allerkleinsten Blumenspitzen, kaum dass sie sichtbar sind, völlig und total platt und zu Mansche oder er reißt größere Exemplare mit  Stiel und Stengel aus, zerschnippelt diese fein säuberlich und zerhäckselt die Blumenzwiebeln, so dass sie nicht einfach wieder eingepflanzt werden können.

Die  Motive sind völlig unbekannt. Und da der Täter oder die Täterin  außergewöhnlich flexibel agiert, ist es der Polizei bisher nicht gelungen, ihn oder sie  dingfest zu machen.

Alles was er oder sie hinterlässt sind jedes mal die Initialen. J.A. Bitte helfen Sie mit, den oder die Täter dingfest zu machen.”

-    Was glauben Sie,  was könnte jemanden motivieren, so etwas Frevelhaftes zu tun?

-    Kennen Sie vielleicht jemanden, auf den die Initialen J.A. passen?

-    Oder ist es Ihnen, sorry, scheißegal, ob da Blumen im Stadtbild sind oder ein  Betonrasen Sie anlacht?

Ich erzähle diese selbst erfundene Geschichte gerne zu Beginn eines Seminars oder auf meinen Ideenparties, wenn es um das Thema Wünsche/Träume/Visionen geht.

Vielleicht ahnen Sie ja schon: Die Geschichte hat etwas mit Ihnen und jedem von uns zu tun. Ersetzen Sie  Krokusse, Tulpen, Narzissen durch die Wörter Wünsche, Träume, Visionen,  kommen Sie der Lösung schon viel näher. Denn,  in diesem und den nächsten Blogartikeln soll es um die Frage gehen:

Ø      Wie gehen Sie mit Ihren Wünschen und dem Wünschen generell um?

Ø      Was könnten Motive sein, dass jemand seine Wünsche mit Stumpf und Stiel  vernichtet?

Ø      Was verbirgt sich hinter den Initialen J.A.?  bzw.

Ø      Was sind die größten Traumkiller und Wunschverwirklichungshinderer?

Ø      Was hat es mit der Karriere von Wünschen auf sich?

Fangen wir heute mit dem Leichteren an.

Hinter J.A. verbirgt sich DER Wünschekiller Nr. 1 schlechthin, nämlich das Argument:  Ja, aber…!! Mit Ja-aber-Einwänden schlagen Sie sofort die klitzekleinste Träumespitze, die sich grad an Ihre Realitätsoberfläche wagt, garantiert sofort tot.

Sie wagen Ihren Liebsten zu gestehen, dass Sie gerne mal mit nem Sportflitzer durch die Gegend rauschen würden…, sofort ertönt ein kollektiver Aufschrei: Das kannst DU doch nicht wollen; das ist ja wohl total bescheuert;  da verpulverst du unnötig Benzin in die Luft;  seit wann stehst DU denn auf solche materiellen Dinge?, fahr doch lieber nach XY stattdessen…

Ja-Aber-Argumente werden -  sorry, liebe Männer, die Erfahrung hat es leider gezeigt - am häufigsten von Männern vorgetragen. Die Gründe, warum gerade Männer so reagieren, sind vielfältiger Art. Ist hier nicht mein/unser Hauptthema.

Ein Grund kann sein: Männer tendieren (erzogenermaßen??) dazu, LÖSUNGEN zu präsentieren - wo ERST MAL Mitgefühl, Mitfühlen, Nachfühlen dran wäre.

Das klassiche Beispiel hierzu: Mann kommt von der Firma nach Hause. Frau begrüßt ihn: Ich hatte nen Scheißtag und zählt auf, was doof bis dumm gelaufen ist. Mann antwortet: Dann mach das doch so und so demnächst. Ergebnis: Frau fühlt sich unverstanden, heult. Mann versteht nun seinerseits die Welt nicht mehr usw. usw. Für alle Männer hier noch mal in Klartext der Hinweis: In diesem wie in vielen Fällen möchte frau erst mal Mitgefühl und nich gleich ne Superlösung. Die ist auch schön und wichtig, kann und wird aber häufig erst im 2. Schritt für wertvoll erachtet.

Zurück zum Wünschen:

In 95% der Fälle wird auf Traum- oder Wunschäußerungen sofort, und das auch von lieben Freundinnen, sonstigen wohlmeinenden Mitmenschen wie Eltern, Lehrern, Kollegen, Chefs der Rationalisierungshammer bemüht und mit tausend  Ja, aber..!  bewiesen, warum dieser Traum nix bringt, total bekloppt ist, nicht funktionieren kann oder wird.

Erinnert man sich an das  Vier-Seiten-Modell der Kommunikaton geht einem auf, dass diese Ratschläge und Kommentare häufig eher die eigenen Ängste und Vorbehalte des Gegenübers offenbaren und weniger Ausdruck eines ernsthaften Interesses daran sind, WARUM der oder die andere sich genau so etwas wünscht.

Exotisch bis rar muten da schon Zeitgenossen an, die sich offenen Herzens mitfreuen und mit echtem Interesse fragen: Hey, auch wenn es nicht mein Ding wäre, wie kann ICH dir helfen??

Und: weiiiiiiiiiiiiiiit größer und noch viel mächtiger als alle Fremd-Ja-aber-Bremsen sind unsere eigenen, , häufig unbewussten Ja,aber, die wir uns mantramäßig immer wieder selbst vorbeten und durch die wir uns selber ausbremsen.

Darum soll es u.a. im nächsten Newsletter bzw. Blogartikel gehen.

Ich möchte Sie noch zu einer kleinen Übung einladen:

a)      aufmerksam in sich zu lauschen, wann und wie oft SIE  „Ja,aber!” am Tag sagen (für Fortgeschrittene: wie häufig Sie  Ja,aber! denken.)

b)      anderen einen klitzekleinen - keinesfalls Ihren Herzenstraum!! zu erzählen und aufmerksam wahrzunehmen, wie häufig Ihre lieben Mitmenschen mit einem sofortigen Ja,aber! reagieren.

Das reicht erst mal für diese Woche. Sie MÜSSEN diese Einladung nicht annehmen und die Übung machen. Horchen Sie in sich: Vielleicht schreien ja schon zig innere Ja,aber dagegen

;-).

Warum das so ist, ob Sie darauf hören sollten - oder nicht - oder doch bzw. wann ja und wann nicht?, auch darum soll und wird es im nächsten Blogartikel gehen. Schauen Sie also immer mal wieder rein in meinen Lebenskunstblog.

Wenn Sie mögen, berichten Sie, wie es Ihnen mit der Wahrnehmungsübung ergangen ist oder was Ihnen sonst zum Thema „Ja,aber!” einfällt.

15. April 2010

Lustlos, lahm und unmotiviert?

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 10:09

Sind Sie auch grad unmotiviert, lustlos, lahmen so vor sich hin? Fein. Ich auch.

Ich, Motivationscoach,  will Sie mit diesem Artikel keineswegs flugs ins highly motivated Handeln bringen, nee, das nicht, aber vielleicht fühlen Sie sich nach der Lektüre besser mit einem derartigen Zustand.

Wie das? Ich erinnere eine Geschichte, in der eine unglückliche Freundin Trost bei ihren Freundinnen suchte. Leider wurde sie ob all der gerade gut drauf seienden Frauen noch unglücklicher. Erst als ihr abends eine andere Freundin IHR Leid klagte, ging es ihr besser. Merke:  nicht immer besitzt Mensch grad die Größe und Souveränität, sich am Glück oder Erfolg oder Motivationshoch anderer zu erfreuen, wenn er oder sie grad unten auf Schaukel sitzt…

Ich sitz jedenfalls grad unten auf der Motivationsschaukel. Immerhin: Ich weiß zumindest schon mal, woher diese derzeitige Lustlosigkeit bei mir herrührt: Ich war bis vorgestern 2 ½ Wochen in Urlaub: Buenos Aires - Iguazu-Wasserfälle - Asuncion = Abenteuer, Aufregung, Action und das alles bei wunderbaren 23 bis 26°. Und nun Bielefeld bei 14° (immerhin) und Büro samt gefühlten 2 m Papierbergen  und Balkon, der dringend seinen Winterstatus verlieren dürfte…

1000 ich sollte, ich könnte, ich müsste drängeln sich immer wieder durch meine Gehirnwindungen, appellieren, aktivieren mein schlechtes Gewissen, machen mich mal mehr, mal weniger moralisch feddich -  bisher allerdings völlig erfolglos: ich komme und komme nicht in die Pötte. Mein Blick schaut irgendwie doch schuldbewusst auf die Wäscheberge, den doch immerhin schon fast bis zur Neige ausgeräumten Koffer, ruht auf Reiselektüren- und Büropapierbergen, den Laubhügelchen auf dem Balkon, dem  noch immer halbleeren Kühlschrank - und derweil seufze ich: ach, wat is dat  Leben doch schwer, hach ja…. Eigentlich, siehe oben, könnte, sollte, müsste ich…

Meinte doch gestern jemand: hey, du musst das doch wissen, wie das geht, dich selbst motivieren. Antwort: Ja, weiß ich auch: all die 1000 Kniffs und Tricks und Motivationsstrategien. Will ich aber jetzt nicht auf mich anwenden. Will einfach mal ne Runde rumjammern, dass ich soooooowas von lustlos bin, irgendetwas in Angriff zu nehmen, will mich selbst mal ne Runde - ob was auch immer ??-   bedauern, will nicht in die Falle vieler Coaches, Berater verfallen, IMMER nur lösungs- und zielorientiert mein Leben zu planen. Dieses IMMER stört mich daran schon lange und immer mächtiger.

Mal ist eben dieses dran, mal jenes. Die (Lebens)Kunst liegt m.E. eher darin, herauszufinden, WAS genau von den Alternativen denn dran ist. Und die dann auch beherzt zu leben. Jedenfalls für ne Weile.

Ich jedenfalls weiß für mich: ich gönne mir noch 1, 2 Tage zum Abhängen, Nach-Träumen,  bis die Seele wieder nachgekommen ist. Meistens kommt dann die Motivation, die Dinge des Alltags und Lebens wieder anzugehen, ganz von alleine.

Immerhin: die gestern erstandenen 3 Frühjahrsblüher (noch uneingepflanzt) teilen sich den Balkon schon mal mit der ersten gewaschenen Wäscheladung. Is doch schon mal was für den Anfang…

13. März 2010

Frühjahrsputz und andere Sehnsüchte

Abgelegt unter: Allgemein — mary @ 12:51

„Träume und Wünsche sind unsterblich.” - Auguste Rodin

Liebe Leserin, lieber Leser,

sehnen Sie sich nach diesem langen, kalten Winter auch nach Frühlingswärme, hellen Tagen, lauen Lüften, ersten Fahrradtouren und Spaziergängen ohne dicke Kleiderschichten?

Sehnsucht ist ein sehr intensives Gefühl. Häufig wird es als ein ziehendes beschrieben: etwas zieht uns weg aus dem Alltagsgeschehen, etwas, was über das ‚Normale’, das wir leben,  hinaus will oder hinaus weist.

Was fällt Ihnen beim Wort SEHNSUCHT ein? Welche Sehnsüchte haben Sie oder suchen Sie mitunter heim? Wie gehen Sie damit um? Trauen Sie sich noch, ihnen Platz und Raum zu geben? Oder drücken Alltagssorgen und Alltagspflichten sie in den Hintergrund?

Einige Sehnsüchte teilen wir mit vielen anderen Menschen: Die Sehnsucht nach

- Gerechtigkeit

- Partnerschaft

- Gesundheit

- Unbeschwertheit

- materieller Sicherheit

- Geborgenheit

- Zugehörigkeit

- unseren Platz im Leben und in der Welt zu finden

um nur ein paar der ‚großen’ Sehnsüchte zu nennen.

Zu den kleineren gehört vielleicht die anfangs genannte Sehnsucht nach Wärme und Licht,  einem ersten Eis im Frühling oder endlich den Energieschub zu bekommen, die winterdreckigen Fenster zu putzen und den Winterkilos zuleibe zu rücken.

Und manchmal versteckt sie sich auch: hinter Frust, Traurigkeit, Wut, Angst, Abgeschlagenheit, Burnout, Depression, Arbeitssucht oder sonstigen Süchten. Mann oder Frau drückt sie weg. Leider oder eher Gott sei Dank verschwindet sie dadurch nicht.

Denn, hinter jedem Frust, hinter jeder Angst, hinter jeder Sucht steckt eine Sehn-Sucht. Es sind gute, aber meist unbewusste Gründe, die uns daran hindern, dieser Sehnsucht zu folgen. Diese unbewussten Gründe haben nichts mit inneren Schweinehunden zu tun, die es zu überwinden gilt. Im Gegenteil: Sie  sind  so individuell wie ein Fingerabdruck, hängen mit unseren Erfahrungen und den Lebensstrategien und Ängsten zusammen, die wir aufgrund dieser Erfahrungen entwickelt haben und schützen uns wie ein Bodyguard vor übereilten Schritten.

Sehnsüchte und Träume wollen, so meine Erfahrung,  mit aller Vorsicht freigelegt werden, denn auch für das Aus-Leben einer Sehnsucht muss man innerlich den Boden bereitet haben. Dann fühlen wir uns sicher und wenn wir uns sicher fühlen, sind wir bereit, den ersten Schritt zu tun - und den dann mühelos und leicht.

Wer Lust hat, seinen/Ihren Sehnsüchten in einem geschützten Rahmen auf die Spur zu kommen, hat dazu Gelegenheit am 23.4.2010. Hier der Link

Zum Einstieg eine erste kleine Übung für Sie:

Was würden Sie tun, wenn morgen der Frühling da wäre und Sie überraschend frei hätten?

Hier ein paar Beispiele einer Freundin, mit der ich gerade eben telefoniert habe:

Ein großes Erdbeereis essen, im Oetkerpark auf die Wiese legen, mir für die Wohnung drei Bund knallrote Tulpen holen, den ganzen Tag “Le Printemps”(zu Deutsch: Der Frühling) hören und laut

mitsingen…

Nun denn, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten - über individuelle Sehnsüchte ebensowenig.

Folgen Sie Ihren - und teilen Sie sie uns hier im Blog mit, wenn Sie mögen. Denken Sie daran:

Teilen befriedigt einer der größten Sehnsüchte, die wir haben: der Sehnsucht nach Zugehörigkeit.und Verbundenheit.

In herzlicher Verbundenheit

Maria Ast

23. Februar 2010

Von Training, Talenten und Technikverständnis

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 11:26

“Lernen ist wie Rudern gegen den Storm. Hört man damit auf, treibt man zurück.” - Laotse

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Trainieren meint ja nix anderes, als Üben, Üben, Üben: Vokabeln, Abfahrtslauf, den neuen DVD-Player zu bedienen, weniger-schüchtern-sein, selbstbewusster auftreten…

Woran üben Sie denn gerade rum?

Nundenn, ich gebe es zu: Technikverständnis zählt nicht zu den Talenten, mit denen der liebe Gott mich vorrangig gesegnet hat. Im Gegenteil: er hat erheblich geschludert, so dass ich leider, leider gezwungen bin, auf diesem Gebiet in Dauerübungsbereitschaft zu bleiben, um halbwegs in dieser technikdurchsetzten Welt bestehen zu können.

Gestern zum Beispiel: Da hatte ich nach 3 Ewigkeiten (weiterlesen…)

22. Februar 2010

Von Schneewintern und der Mär vom Konsumglück

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 09:18

Sind Sie gut durch den Winter gekommen? Wie haben Sie sie rumgebracht, diese doch mittlerweile außergewöhnliche Schneezeit? Fanden Sie sie gut oder schlecht?

Vielleicht ging es Ihnen ähnlich wie vielen anderen: zuerst fanden wir den Schnee superspannend, stapften begeistert durch die weiße Winterlandschaft, ließen Kindheitswinter an unserem geistigen Auge vorbeiziehen, sprich, wir erfreuten uns an der weißen Pracht.

Ab einem gewissen Zeitpunkt schien die Stimmung allerdings zu kippen: wir hätten auch gut drauf verzichten können, auf das Schneeschippen, die Kälte, das Gerutsche auf den Straßen.

Was war passiert? Wir hatten uns an den Schnee gewöhnt. Das Außergewöhnliche war gewöhnlich bis lästig geworden und unsere Euphorie und Begeisterung und Neugier schmolz wie Schnee in der Sonne.

Ich möchte Sie einladen, sich drei Minuten Zeit zu nehmen und sich zu erinnern:

1. Denken Sie an eine Situation, wo Sie etwas für Sie Schönes und Neues erworben haben.

Das kann ein lange ersehntes Sofa oder Auto oder Küche oder Schuhe sein. Suchen Sie nach etwas, was IHNEN lieb und wichtig war, ggf. etwas, worauf Sie sogar lange gespart haben.

2, Erinnern Sie sich an die Zeit VOR dem Kauf: haben Sie sich informiert oder mit Freunden diskutiert, z.B. welches Auto oder welcher Laptop wohl das oder der richtige für Sie sei. Welche Erinnerungen, welche Bilder stellen sich dazu ein?

3. Dann erinnern Sie sich bitte genau an den Zeitpunkt, als Sie das Sofa, das Auto, den Laptop….gekauft haben und es Ihrs war.

Steigen Sie noch mal in die Situation dort ein und lassen Sie die Bilder Revue passieren: wo genau waren Sie da? Mit wem waren Sie  ggf. zusammen? Welches Gefühl macht sich breit?

Ich erinnere mich z.B. noch ganz genau an das Gefühl, das ich hatte, als ich auf meine neue Küche sah: wow :-)  Ebenso erging es mir, als ich meinen ersten Laptop unter dem Arm hatte aus einem Geschäft spazierte.

4. Dann gehen Sie im Geiste 1, 2 Wochen, Monate oder Jahre weiter - und fühlen noch mal nach, ob das Gefühl zu dem erworbenen Teil immer noch so jungfräulich euphorisch und stolz und begeistert war/ist?!

Wahrscheinlich nicht. Wir haben uns an die Dinge gewöhnt wie an den Schnee in diesem Winter und irgendwann war der Glanz und der Lack des Neuen auch da ab.

Warum ich Sie zu dieser kleinen Übung eingeladen habe?

Weil der schmelzende Schnee und die 7 Zeitungsbeilagen mit Dauerglücksverheißungen mich heute morgen daran erinnert haben, mir - und vielleicht auch Ihnen -  immer wieder ins Bewusstsein zu rufen:

-    Jedes Streben nach Dauerglück, Dauererfolg, Dauerleidenschaft ist zwangsläufig früher oder später zum Niedergang verurteilt, weil wir uns auch daran gewöhnen - und uns nach Neuem und UnGewöhnlichem sehnen. Mißtrauen Sie also den Ewig-Glück-verheißenden Gurus und Botschaften. Das Leben ist und bleibt polar - und auch daraus bezieht es seine Glücksmomente.

- . Nicht der Besitz von Etwas macht glücklich, sondern lediglich der Augenblick des Erwerbs. Vielleicht bewahrt dieses Wissen einen ja davor, den vierundzwanzigsten Ostereierbecher oder den vermeintlich noch besseren Flachbildschirm zu kaufen….

Herzlichst für heute<-->

19. Februar 2010

Dick und selbstbewusst: geht doch!

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 23:49

Liebe Leserinnen,

unbedingt angucken, wenn Sie Probleme mit Dicksein, Dickfühlen, Selbstwertzweifeln haben und auch sonst und sowieso und an sich macht der Film Mut, sich oder etwas oder gar beides zu verändern.

Doris Dörrie - Die Friseusin - Ausschnitt aus dem Youtube Trailer

Gewichtsprobleme und die daraus erwachsenden Selbstvorwürfe, Selbstzweifel, Selbstbewusstseinseinbußen, welch Frau - und zunehmend welcher Mann - kennt sie nicht (oder lässt sie sich von dieser oder jener Industrie einreden). Irgendwann habe ich beschlossen, anders mit dem Thema umzugehen und MEIN Wohlfühlgewicht selber und selbstbestimmt festzulegen - und das Leben zu genießen. Dazu passt der Film wunderbar, ebenso zu Maja Storch und ihrem Mein ICH Gewicht, deren Ansatz ich in meinen ICH-Gewichts-Kursen vermittle Mehr dazu unter:  http://www.maria-ast.de/ich-gewicht.php

Viel Spaß beim Anschauen!

Sonnige Grüße

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