Projekt: Ohne Moos viel los! - Talente gegen Talente
Hintergründe zum Angebot: Ein besonderer Wünschetag
Immer wieder treffe ich wunderbare, nette, aufgeschlossene Menschen, die sich , aus welchen Gründen auch immer, in einer finanziellen Notlage befinden, Sie kämen gerne in meine Kurse, sie bräuchten dringend Unterstützung, Begleitung, ein Coaching, aber…und dann kommt das große ABER: sie können es sich schlichtweg nicht leisten, weil sie bei Hartz IV gelandet sind, mit ihrer Selbständigkeit gescheitert sind, durch Krankheit, Scheidung, Tod mehr oder weniger mittellos dastehen.
Was tun? Altruistisch umsonst anbieten? Wie helfen, ohne sowohl mir selbst als dem/der anderen das Gefühl zu geben: Hey, ICH bin die große Geberin - und DU bist der ‘Almosen’-Empfänger. Das ist für mich nicht Auf-Augenhöhe-miteinander-verkehren. Zudem hinterlässt es bekanntermaßen häufig beim Nehmer das Gefühl, in jemandes, in diesem Fall: meiner Schuld zu stehen. SO, das wusste ich ganz genau, wollte ich es NICHT.
Manchmal fällt einem die Lösung quasi als Geschenk vor die Füße:
Einer supernetten Frau habe ich letztens spontan angeboten: Sche… aufs Geld! Kommen Sie doch einfach so. Sie haben sicher 1000 Talente, die ich gebrauchen kann und damit bezahlen Sie dann den Kurs. Auch wenn sie an dem Tag nicht konnte, war sie völlig begeistert von diesem Vorschlag und, peng, die Idee lag plötzlich megaklar vor mir: Ich mache eine Art Pilotprojet: ICH biete einen Kurs an - und die TeilnehmerInnen bezahlen mit ihren Talenten.
Wie der Donner dem Blitz folgt, folgten natürlich 1000 “Ja, aber!” der lieben besorgten Mitmenschen: Wie willst du das denn machen? Dann musst du doch XY und Z machen! etc. etc. .. Weitere Ausführungen zum Traumkiller Ja, aber… siehe diesen Blogartikel.
Ich will und wage es dennoch, nämlich den Versuch, ob es möglich ist, Talente gegen Talente zu tauschen. Ich gehe das Ganze mit großer Neugier an und bin gespannt ob all der kreativen Dinge, Leistungen, Ideen, die es zu tausachen gibt und gilt.
Für mich hat das auch etwas damit zu tun, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Wert nicht mehr oder nur davon abhängig machen, ob sie Geld haben oder nicht. Was sie haben, sind Talente. ALLE! Und sich dieser wieder als eigenständigen Wert bewusst zu werden, sich selbst mal wieder als Gebende zu erleben, , fördert das Selbst-Bewusstsein enorm.
Noch 2 häufig gestellte Fragen: Warum gerade ein Wünschetag? Ist das nicht purer Quatsch für Leute mit Existenzsorgen?
GERADE Menschen mit Existenzsorgen brauchen m.E. einen INSELTAG, an dem sie mal wieder nach Lust und Laune ihren Wunschmuskel ausprobieren, trainieren können, um aus dem Denkkarussel: Kein Geld! Wie komme ich schnellstmöglichst zu Geld? herauszukommen.
Und: sie selber gestatten sich das Träumen und Wünschen selbst nicht mehr, weil sie im Realitätskorsett oder Resignierungspanzer gefangen sind. Da kann man/frau auf keine neuen, guten Perspektiven kommen. Träumen erweitert den Möglichkeitshorizont!
Das größte Tabuthema ist jedoch in so einer Situation die SCHAM: Viele Menschen schämen sich, dass sie kein Geld haben, versagt haben, in dieser Konsumgesellschaft nicht mithalten können und sogar dafür, hin und wieder von einem anderen, besseren Leben zu träumen! SCHAM ist ein mächtiges Gefühl und eins der häufigsten Gründe, warum Menschen sich zurückziehen und nicht ins Handeln kommen.
Wünschetag meint auch: Sich einen Tag gönnen, wo ich Menschen treffe, denen all diese Gefühle nicht fremd sind, wo ich mich mal nicht verstellen muss, wo ich spielerisch rumspinnen darf, ohne das gleich jemand sagt: Geht’s noch! Was spinnste rum! Das wird doch eh nix. Sieh erst mal zu, dass de an Geld kommst! , wo ich mich an meinen Talenten er-freue, egal, ob ich sie JETZT und gleich beruflich/geldlich nutzen kann.
Das gibt Mut und Kraft und Zuversicht und Vertrauen in die eigene Selbstmächtigkeit.
Konkret:
a) Wer meint, er oder sie selbst gehört zu dieser Gruppe von Menschen
b) oder jemanden kennt, der/die in dieses Projekt passt,
c) oder noch Anregungen/Ideen/Erfahrungen zu Tauschgeschäften hat,
der/die möge sich telefonisch unter 0521/78 402 79 oder per mail: coaching@maria-ast.de bei mir melden oder diese Info entsprechend weiterleiten. Mehr Details zum Angebot und zur Anmeldung: siehe http://blog.maria-ast.de/?p=442
“Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen!” - J.W.von Goethe
Möge es so sein! Herzlichst
Maria Ast
liebe maria - in den letzten tagen habe ich immer wieder an dich gedacht. und heute kommt post von dir. das ist so schön! diese tausch-idee finde ich suuuuuper!!! da möchte ich zu gern etwas beitragen( dachte schon an meine pension als veranstaltungsort)! ruf doch mal an. Nr. kennste ja. freu mich schon - fröhliche maigrüße von kristina
Kommentar von kristina — 11. Mai 2010 @ 10:16
Liebe Frau Ast,
seit Jahren verfolge ich ihre Artikel und baue meine Träume und Wünsche aus, irgendwo ist da aber noch der Wurm drin. Ich schaffe es einfach nicht alleine. Leider fehlt mir das Geld für ein Choaching. Gerne bin ich bereit meine Fähikeiten und Talente und Erfahrungen anzubieten.
Vielen Dank für die super Idee.
Kommentar von Anita M. — 11. Mai 2010 @ 12:57
Hallo, liebe Frau Ast, seit ich Sie und die Begeisterung für Ihre Arbeit vor einigen Jahren telefonisch kennenlernen durfte, habe ich auf eine solche Möglichkeit gehofft.
Ich werde mich bei Ihnen melden.
Herzliche Grüße, Alexandra D.
Kommentar von Alexandra — 11. Mai 2010 @ 13:34
Das ist der Grundgedanke der Tauschringe. Siehe z. B. http://www.tauschring-lowi.de/
Als ich in Münster gearbeitet habe, war ich da zwei Jahre lang Mitglied und kann bei Interesse ein wenig über die Erfahrungen berichten.
In Bielefeld gibt es auch einen Tauschring:
http://www.tauschring-bielefeld.de/
Kommentar von Jens J. Korff — 12. Mai 2010 @ 09:17
Liebe Maria, deine Passage über den Komplex Scham und Wünsche finde ich sehr bemerkenswert. Sie hat mich an eine erschütternde Episode in Irmgard Keuns Briefroman “Das kunstseidene Mädchen” erinnert (um ihren arbeitslosen Vetter Paul Ruhrbein).
Herzliche Grüße von Jens
Kommentar von Jens J. Korff — 12. Mai 2010 @ 09:32
@ Jens J. Korff,
Hallo, lieber Jens,
Danke für Deine Infos/Links. Werde auf Dein Angebot, was Deine Erfahrungen mit Tauschringen angeht, gerne zurück kommen.Hab mich natürlich vorher auch schon informiert.
Die Idee, in Lebenszeitstunden abzurechnen, sagt mir momentan am meisten zu.
@ Anita M. - Ich habe mir erlaubt, Ihren Nachnamen abzukürzen. Nicht jede/jeder möchte vielleicht der ‘ganzen’ Welt mitteilen, wie es um seine finanziellen Verhältnisse steht.
Mir schwant schon, dass ich nicht ganz drumrummen kommen werde, ein Forum einzurichten, exkklusiv für die TN. Wer ’sowas kann’, dessen Chancen auf Teilnahme am Wünschetag steigen enorm. Sie sehen, es geht schon los :-).
@ Alexandra - Ich freue mich, dass wir doch noch zusammen kommen! Alles scheint eben doch seine Zeit zu haben.
Kommentar von mary — 12. Mai 2010 @ 09:37
Liebe Maria Ast,
was für eine großartige Idee!!!
ich würde gern in den Good News OWL (für alle Interessierten: gehen Sie auf die angegebene Website und dort auf “Good News) nächsten Freitag darüber schreiben und das Projekt vorstellen. Außerdem kann ich mir ein ähnliches Modell auch für die Heilnetz.-Arbeit vorstellen.
Wr sollten telefonieren :-))).
Ich werde den Kurs an zwei KlientInnen weitergeben - er wird sicher stattfinden.
Zum Raum: Fragen Sie doch mal im Seminarraum Kurze Straße nach oder im Gesundheitshaus am Wiehengebirge…
Ich grüße herzlich und freue mich über ein Gespräch,
Conny Dollbaum
Kommentar von Conny Dollbaum — 15. Mai 2010 @ 17:15
Hallo, liebe Conny Dollbaum,
auch an dieser Stelle noch einmal Dankeschön für die mutmachende Begeisterung Ihrerseits. Das Projekt schlägt grad Wellen - und so sollte es ja auch sein. Freue mich auf unser Telefonat morgen und: Es sind noch Plätze frei! Und was Raum angeht, da bin ich ‘am Gucken’, was auch mir von Helligkeit, Größe etc. zusagt. Nehme Ihre Tipps gerne in die Liste auf!
Sonnige Grüße
Kommentar von mary — 17. Mai 2010 @ 18:43
Liebe Maria Ast,
ich erfuhr durch G. Schwarzer von Ihrer Tauschidee. Genau das wünschte ich mir schon lange. Nun ist Bielefeld recht weit weg, ich wohne zwischen Frankfurt und Köln. Und ich habe zwei Kinder, die ich allein lassen müsste. Gäbe es eine Möglichkeit der Kinderbetreuung? Gibt es Interessenten aus dem Großraum Siegen zwecks potentieller Fahrgemeinschaft? Letztlich weiß ich ja doch nicht, was ich anbieten kann.
Herzliche Grüße
Jasmine
Kommentar von Jasmine — 18. Mai 2010 @ 11:40
@Jasmine
Hallo, liebe Jasmine,
das Beste ist, Sie rufen mich einfach an. Wie ich schon im Angebot geschrieben hatte, ist ein Vorabgespräch bei diesem Projekt unerlässlich.
Vorab schon mal ein paar Infos, die von allgemeinem Interesse sein könnten:
- Für diesen ersten WÜNSCHETAG möchte ich die Teilnehmerrunde gerne auf Bielefeld und Umgebung begrenzen. Ich will/muss ja selber erst mal Erfahrungen sammeln, ob und wie das mit dem Tauschen (vor Ort) klappt.
- Was Anreise, Kinderbetreuung etc. angeht, so ist es auch hier wie bei anderen Veranstaltungen so, dass die TN sich selbst darum kümmern. Das würde meinen Energierahmen sonst doch sprengen.
- “Letztlich weiß ich ja doch nicht, was ich anbieten kann.”
Ein paar Überlegungen, was Ihnen leicht fällt, gut von der Hand geht, vielleicht ‘nur’ ein Hobby von Ihnen ist, sollten/können Sie sich vorab machen und ggf. notieren.
Ansonsten ist das Vorgespräch dafür da, auch solche Fragen und Befürchtungen zu klären und zu schauen, passen wir für dieses Projekt zusammen oder ist vielleicht eine Stunde Telefoncoaching sinnvoller, wo Entfernung dann z.B. keine Rolle spielen würde.
Wie gesagt: am besten anrufen :-).
Herzliche Grüße in den Süden
Maria Ast
Kommentar von mary — 20. Mai 2010 @ 09:31
Liebe Frau Ast,
ja, so klappt es auch. Ich praktiziere es schon seit Jahren. Selber mit wenig Geld gesegnet und doch voller Tatendrang, was meine Ausbildung zum Therapeutic Touch Practitioner anging. Ich brauchte Menschen, die sich behandeln liessen, damit ich üben konnte - und es gab, wie ich, Menschen mit wenig Geld. Evola, so war es zuerst. Dann war ich fertig mit der Ausbildung, aber die Menschen hatten trotzdem nicht mehr Geld. So tausche ich eine Behandlung gegen einen super schönen und gemütlichen Theaterbesuch zu zweit, Kinderbetreuung in Notfällen und auch mal zum relaxen, oder Kuchen und Marmelade, ein schönes Gedicht oder einen super guten Rat zur richtigen Zeit. Es funktioniert, schon lange. Auch mit der Teilnahme an Kursen läuft es bei mir so. Denn die Menschen, die ich besonders erreichen möchte, haben nicht viel Geld, sind aber gesegnet mit Talenten. Ich danke Ihnen. So schätzen wir uns wert und jeder ist wertvoll. Da wird auch ganz schnell Danke gesagt, von mir und dem anderen.
Also, lass uns unsere Fähigkeiten entdecken und tauschen.
Viel Spass beim Entdecken der Möglcihkeiten.
Ihre Margarete Rosen
Kommentar von margarete — 14. Juni 2010 @ 16:56
@ Margarete Rosen
Hallo, liebe Frau Rosen,
Ihr KOmmentar ist mir im Nachurlaubsgeröddel irgendwie durch die Lappen geganngen, drüm, sorry, erst jetzt Freischaltung und Antwort.
Ja, das ist sehr interessant, wie viele und welch unterschiedliche Menschen auf dieses Talente-Tausch-Thema ‘anspringen’. Genau, wie Sie es auch beschreiben, erkennen viele die Wertschätzung dahinter und sind ebenfalls neugierig, wie ’sowas’ gehen kann. Anhand allein Ihrer Beispiele lässt sich ja gut feststellen, WAS alles getauscht werden kann.
Sie scheinen es öfter so anzubieten und das mit gutem Erfolg und gutem Gefühl für Sie. Ich betrachte es erst mal als ein Pilotprojekt, das sich entwickeln kann und darf.
Alle anderen Coachings/Kurse rechne ich ja nachwievor in der ‘normalen’ Tauschwährung, sprich, in Euros ab.
> Also, lass uns unsere Fähigkeiten entdecken und tauschen.<
Gerne! Mir ist nur grad nicht klar, ob ich das jetzt als verbindliche Anmeldung werten soll oder wie das gemeint war/ist von Ihnen. Gerne ggf. nochmal mailen oder anrufen.
In jedem Fall: ganz herzichen Dank für Ihre mutmachenden Worte!
Maria Ast
Kommentar von mary — 1. Juli 2010 @ 11:46
Danke für Ihre Rückmeldung. Ich wollte Ihnen nur meine Erfahrungen in dieser Sache mitteilen
und wünsche Ihnen viele gute Tauschaktionen.
Margarete Rosen
Kommentar von margarete — 24. August 2010 @ 15:09