11. Mai 2010

Dankbarkeit: ein Band oder eine Fessel?

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 10:03

“Dankbarkeit ist manchmal ein Band, oft aber eine Fessel.” J.W. von Goethe

Liebe Leserin, lieber Leser,

ICH bin Ihnen ja sooooooo dankbar, dass Sie meinen Newsletter lesen. Und SIE sollten gefälligst dankbar sein, dass ich Sie hier mit News und Tipps und bewusstseins-erweiternden Worten versorge…
Und außerdem meinen ja viele Mütter, Blumenläden, Douglasfilialen, Vertreter von Kirche und Politik, dass Kind doch am Tag X den Müttern danken soll.

Sie merken schon: mit der Dankbarkeit ist das so eine Sache. Geben und erhalten wir sie reinen Herzens, erreicht sie auch unser Herz: wir freuen uns, sind  be-rührt oder auch ge-rührt.
Das gilt sowohl, wenn wir jemandem “Danke schön!” sagen, als auch, wenn jemand uns zurück meldet: “Ich bin dir dankbar!”

Dankbarkeit hat etwas mit Wertschätzung zu tun.  Bemerke ich den Wert, hat etwas Wert für mich, dann fällt es leicht, zu danken. Das geht häufig ganz spontan. Ohne großes Überlegen oder großartiges Hin-und-her-wälzen von Pro und Contraargumenten kommt uns der Dank über die Lippen oder die geschriebenen Worte fließen uns wie von selbst aus der Feder. Das hat etwas Verbindendes, ist ein schönes Band.

Dankbarkeit, die eher einer Fessel gleicht, kennen Sie sicher auch. Das läuft meistens sehr subtil ab. Der andere fordert nicht direkt, sondern schiebt einem gekonnt Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen unter.

- “Ich war doch immer für dich da, Kind…”,
- “Habe ich mich nicht wie blöd für Sie eingesetzt beim Oberboss?”
- “Kannst du nicht wenigstens  EINMAL auch auf mich Rücksicht nehmen?”
-  “‘Du solltest dankbar sein Komma, dass du gesund bist, noch einen (wenn auch krankmachenden) Job hast, Kinder hast, keine Kinder hast, keine Glatze, eine Partnerin usw. usw. Dieser Relativierungs-Rat kommt besonders gut, wenn wir grad keine Ratschläge bräuchten, sondern Mitgefühl.

Sich selber die Fessel anlegen, das geht allerdings auch: ICH möchte auch mal ein Dankeschön hören, grummele Wolchen, Monate, Jahre innerlich rum, statt dem anderen zu signalisieren: Ich finde, ich habe ein Dankeschön verdient.
Wer das nicht kommuniziert, hat gute Chancen auf einen Burnout: Ich gebe noch mehr und mehr und mehr, in der immerwährenden Hoffnung, der Chef, die Kunden, der Partner, die alten Eltern, die Schüler, der liebe Gott werden  eines fernen Tages doch noch erkennen, wie tüchtig, anders, besser, verantwortungsvoll, kümmernd… ich bin.

Es muss gar nicht Böswilligkeit des Gegenübers sein, wenn das Dankeschön ausbleibt. Viel häufiger ist   Gedankenlosigkeit der Grund. Dankbarkeit hat mit Wertschätzung zu tun. Er/sie wertschätzt nicht (mehr), was ich tue. Vielleicht muss ich ihm den Wert tatsächlich mal wieder unter die Nase reiben, gar mit der Faust auf den Tisch des Hauses knallen  oder in gesitteterer Kommunikationsform den anderen klar machen: ich tue etwas, was von Wert für dich bzw. euch ist. Und: das möchte ich wahrgenommen wissen.

Schönstes Ergebnis wäre, dass der andere tatsächlich erkennt: Mensch, hast ja recht. Ich bin dir wirklich von Herzen dankbar. Für SO ein Ergebnis gibt es keine Garantie, aber jedenfalls haben Sie aus Ihrem Herzen  keine Mördergrube gemacht. Auch das befreit und erleichtert.

Welche Erfahrung haben Sie mit der Dankbarkeit gemacht? Fällt es Ihnen leicht zu danken? Können Sie Dank gut annehmen? Wie gehen Sie mit “Dankeinforderern” um? Ist Achtsamkeit Voraussetzung für Dankbarkeit, was meinen Sie?

7. Mai 2010

Projekt: Ohne Moos viel los! - Talente gegen Talente

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 08:37

Hintergründe zum Angebot: Ein besonderer Wünschetag

Immer wieder treffe ich wunderbare, nette, aufgeschlossene  Menschen, die sich , aus welchen Gründen auch immer, in einer finanziellen Notlage befinden, Sie kämen gerne in meine Kurse, sie bräuchten dringend Unterstützung, Begleitung, ein Coaching, aber…und dann kommt das große ABER: sie können es sich schlichtweg nicht leisten, weil sie bei Hartz IV gelandet sind, mit ihrer Selbständigkeit gescheitert sind, durch Krankheit, Scheidung, Tod mehr oder weniger mittellos dastehen.

Was tun? Altruistisch umsonst anbieten? Wie helfen, ohne sowohl mir selbst als dem/der anderen das Gefühl zu geben:  Hey, ICH bin die große Geberin - und  DU bist der ‘Almosen’-Empfänger. Das ist für mich nicht Auf-Augenhöhe-miteinander-verkehren. Zudem hinterlässt es bekanntermaßen häufig beim Nehmer das Gefühl, in jemandes, in diesem Fall: meiner Schuld zu stehen. SO, das wusste ich ganz genau,  wollte ich es NICHT.

Manchmal fällt einem die Lösung quasi als Geschenk vor die Füße:

Einer supernetten Frau habe ich letztens spontan angeboten: Sche… aufs Geld!  Kommen Sie doch einfach so. Sie haben sicher 1000 Talente, die ich gebrauchen kann und damit bezahlen Sie dann den Kurs. Auch wenn sie an dem Tag nicht konnte, war sie völlig begeistert von diesem Vorschlag und, peng, die Idee lag plötzlich megaklar vor mir: Ich mache eine Art Pilotprojet: ICH biete einen Kurs an - und die TeilnehmerInnen bezahlen mit ihren Talenten.

Wie der Donner dem Blitz folgt, folgten natürlich 1000 “Ja, aber!” der lieben besorgten Mitmenschen: Wie willst du das denn machen? Dann musst du doch XY und Z machen! etc. etc. ..  Weitere Ausführungen zum Traumkiller Ja, aber… siehe diesen Blogartikel.

Ich will und wage es dennoch, nämlich den Versuch, ob es möglich ist, Talente gegen Talente zu tauschen. Ich gehe das Ganze mit großer Neugier an und bin gespannt ob all der kreativen Dinge, Leistungen, Ideen, die es zu tausachen gibt und gilt.

Für mich hat das auch etwas damit zu tun, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Wert nicht mehr oder nur davon abhängig machen, ob sie Geld haben oder nicht. Was sie haben, sind Talente.  ALLE! Und sich dieser wieder als eigenständigen Wert bewusst zu werden, sich selbst mal wieder als Gebende zu erleben, , fördert das Selbst-Bewusstsein enorm.

Noch 2 häufig gestellte Fragen: Warum gerade ein Wünschetag? Ist das nicht purer Quatsch für Leute mit Existenzsorgen?

GERADE Menschen mit Existenzsorgen brauchen m.E. einen INSELTAG, an dem sie mal wieder nach Lust und Laune ihren Wunschmuskel ausprobieren, trainieren können,  um aus dem Denkkarussel: Kein Geld!  Wie komme ich schnellstmöglichst zu Geld? herauszukommen.

Und: sie selber gestatten sich das Träumen und Wünschen selbst nicht mehr, weil sie im Realitätskorsett oder Resignierungspanzer gefangen sind. Da kann man/frau auf keine neuen, guten Perspektiven kommen. Träumen erweitert den Möglichkeitshorizont!

Das größte Tabuthema ist jedoch in so einer Situation die SCHAM: Viele Menschen schämen sich, dass sie kein Geld haben, versagt haben, in dieser Konsumgesellschaft nicht mithalten können und  sogar dafür, hin und wieder von einem anderen, besseren Leben zu träumen!  SCHAM ist ein mächtiges Gefühl und eins der häufigsten Gründe, warum Menschen sich zurückziehen und nicht ins Handeln kommen.

Wünschetag meint auch:  Sich einen Tag gönnen, wo ich Menschen treffe, denen all diese Gefühle nicht fremd sind, wo ich mich mal nicht verstellen muss, wo ich spielerisch rumspinnen darf, ohne das gleich jemand sagt: Geht’s noch! Was spinnste rum! Das wird doch eh nix. Sieh erst mal zu, dass de an Geld kommst! , wo ich mich an meinen Talenten er-freue, egal, ob ich sie JETZT  und gleich beruflich/geldlich nutzen kann.

Das gibt Mut und Kraft und Zuversicht und Vertrauen in die eigene Selbstmächtigkeit.

Konkret:

a) Wer meint, er oder sie selbst gehört zu dieser Gruppe von Menschen

b) oder jemanden kennt, der/die in dieses Projekt passt,

c) oder noch Anregungen/Ideen/Erfahrungen zu Tauschgeschäften hat,

der/die möge sich telefonisch unter 0521/78 402 79 oder per mail: coaching@maria-ast.de bei mir melden oder diese Info entsprechend weiterleiten.  Mehr Details zum Angebot und zur Anmeldung: siehe http://blog.maria-ast.de/?p=442

“Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen!” - J.W.von Goethe

Möge es so sein! Herzlichst

Maria Ast

28. April 2010

Helfen Sie, den Tulpenkiller zu fangen! oder: Vom Umgang mit Wünschen

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 10:14

Stellen Sie sich folgende Mitteilung in Ihrer Tageszeitung vor:

„Wie jedes Jahr, vorwiegend im Frühling, so steht die Polizei auch dieses Jahr wieder vor einem Rätsel:

Sobald die ersten Krokusse, Tulpen und Osterglocken aus der Erde sprießen, zerstört ein bisher unbekannter Täter diese auf geradezu bestialische Art und Weise: wahlweise trampelt er mit seinen Füßen die allerkleinsten Blumenspitzen, kaum dass sie sichtbar sind, völlig und total platt und zu Mansche oder er reißt größere Exemplare mit  Stiel und Stengel aus, zerschnippelt diese fein säuberlich und zerhäckselt die Blumenzwiebeln, so dass sie nicht einfach wieder eingepflanzt werden können.

Die  Motive sind völlig unbekannt. Und da der Täter oder die Täterin  außergewöhnlich flexibel agiert, ist es der Polizei bisher nicht gelungen, ihn oder sie  dingfest zu machen.

Alles was er oder sie hinterlässt sind jedes mal die Initialen. J.A. Bitte helfen Sie mit, den oder die Täter dingfest zu machen.”

-    Was glauben Sie,  was könnte jemanden motivieren, so etwas Frevelhaftes zu tun?

-    Kennen Sie vielleicht jemanden, auf den die Initialen J.A. passen?

-    Oder ist es Ihnen, sorry, scheißegal, ob da Blumen im Stadtbild sind oder ein  Betonrasen Sie anlacht?

Ich erzähle diese selbst erfundene Geschichte gerne zu Beginn eines Seminars oder auf meinen Ideenparties, wenn es um das Thema Wünsche/Träume/Visionen geht.

Vielleicht ahnen Sie ja schon: Die Geschichte hat etwas mit Ihnen und jedem von uns zu tun. Ersetzen Sie  Krokusse, Tulpen, Narzissen durch die Wörter Wünsche, Träume, Visionen,  kommen Sie der Lösung schon viel näher. Denn,  in diesem und den nächsten Blogartikeln soll es um die Frage gehen:

Ø      Wie gehen Sie mit Ihren Wünschen und dem Wünschen generell um?

Ø      Was könnten Motive sein, dass jemand seine Wünsche mit Stumpf und Stiel  vernichtet?

Ø      Was verbirgt sich hinter den Initialen J.A.?  bzw.

Ø      Was sind die größten Traumkiller und Wunschverwirklichungshinderer?

Ø      Was hat es mit der Karriere von Wünschen auf sich?

Fangen wir heute mit dem Leichteren an.

Hinter J.A. verbirgt sich DER Wünschekiller Nr. 1 schlechthin, nämlich das Argument:  Ja, aber…!! Mit Ja-aber-Einwänden schlagen Sie sofort die klitzekleinste Träumespitze, die sich grad an Ihre Realitätsoberfläche wagt, garantiert sofort tot.

Sie wagen Ihren Liebsten zu gestehen, dass Sie gerne mal mit nem Sportflitzer durch die Gegend rauschen würden…, sofort ertönt ein kollektiver Aufschrei: Das kannst DU doch nicht wollen; das ist ja wohl total bescheuert;  da verpulverst du unnötig Benzin in die Luft;  seit wann stehst DU denn auf solche materiellen Dinge?, fahr doch lieber nach XY stattdessen…

Ja-Aber-Argumente werden -  sorry, liebe Männer, die Erfahrung hat es leider gezeigt - am häufigsten von Männern vorgetragen. Die Gründe, warum gerade Männer so reagieren, sind vielfältiger Art. Ist hier nicht mein/unser Hauptthema.

Ein Grund kann sein: Männer tendieren (erzogenermaßen??) dazu, LÖSUNGEN zu präsentieren - wo ERST MAL Mitgefühl, Mitfühlen, Nachfühlen dran wäre.

Das klassiche Beispiel hierzu: Mann kommt von der Firma nach Hause. Frau begrüßt ihn: Ich hatte nen Scheißtag und zählt auf, was doof bis dumm gelaufen ist. Mann antwortet: Dann mach das doch so und so demnächst. Ergebnis: Frau fühlt sich unverstanden, heult. Mann versteht nun seinerseits die Welt nicht mehr usw. usw. Für alle Männer hier noch mal in Klartext der Hinweis: In diesem wie in vielen Fällen möchte frau erst mal Mitgefühl und nich gleich ne Superlösung. Die ist auch schön und wichtig, kann und wird aber häufig erst im 2. Schritt für wertvoll erachtet.

Zurück zum Wünschen:

In 95% der Fälle wird auf Traum- oder Wunschäußerungen sofort, und das auch von lieben Freundinnen, sonstigen wohlmeinenden Mitmenschen wie Eltern, Lehrern, Kollegen, Chefs der Rationalisierungshammer bemüht und mit tausend  Ja, aber..!  bewiesen, warum dieser Traum nix bringt, total bekloppt ist, nicht funktionieren kann oder wird.

Erinnert man sich an das  Vier-Seiten-Modell der Kommunikaton geht einem auf, dass diese Ratschläge und Kommentare häufig eher die eigenen Ängste und Vorbehalte des Gegenübers offenbaren und weniger Ausdruck eines ernsthaften Interesses daran sind, WARUM der oder die andere sich genau so etwas wünscht.

Exotisch bis rar muten da schon Zeitgenossen an, die sich offenen Herzens mitfreuen und mit echtem Interesse fragen: Hey, auch wenn es nicht mein Ding wäre, wie kann ICH dir helfen??

Und: weiiiiiiiiiiiiiiit größer und noch viel mächtiger als alle Fremd-Ja-aber-Bremsen sind unsere eigenen, , häufig unbewussten Ja,aber, die wir uns mantramäßig immer wieder selbst vorbeten und durch die wir uns selber ausbremsen.

Darum soll es u.a. im nächsten Newsletter bzw. Blogartikel gehen.

Ich möchte Sie noch zu einer kleinen Übung einladen:

a)      aufmerksam in sich zu lauschen, wann und wie oft SIE  „Ja,aber!” am Tag sagen (für Fortgeschrittene: wie häufig Sie  Ja,aber! denken.)

b)      anderen einen klitzekleinen - keinesfalls Ihren Herzenstraum!! zu erzählen und aufmerksam wahrzunehmen, wie häufig Ihre lieben Mitmenschen mit einem sofortigen Ja,aber! reagieren.

Das reicht erst mal für diese Woche. Sie MÜSSEN diese Einladung nicht annehmen und die Übung machen. Horchen Sie in sich: Vielleicht schreien ja schon zig innere Ja,aber dagegen

;-).

Warum das so ist, ob Sie darauf hören sollten - oder nicht - oder doch bzw. wann ja und wann nicht?, auch darum soll und wird es im nächsten Blogartikel gehen. Schauen Sie also immer mal wieder rein in meinen Lebenskunstblog.

Wenn Sie mögen, berichten Sie, wie es Ihnen mit der Wahrnehmungsübung ergangen ist oder was Ihnen sonst zum Thema „Ja,aber!” einfällt.

15. April 2010

Lustlos, lahm und unmotiviert?

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 10:09

Sind Sie auch grad unmotiviert, lustlos, lahmen so vor sich hin? Fein. Ich auch.

Ich, Motivationscoach,  will Sie mit diesem Artikel keineswegs flugs ins highly motivated Handeln bringen, nee, das nicht, aber vielleicht fühlen Sie sich nach der Lektüre besser mit einem derartigen Zustand.

Wie das? Ich erinnere eine Geschichte, in der eine unglückliche Freundin Trost bei ihren Freundinnen suchte. Leider wurde sie ob all der gerade gut drauf seienden Frauen noch unglücklicher. Erst als ihr abends eine andere Freundin IHR Leid klagte, ging es ihr besser. Merke:  nicht immer besitzt Mensch grad die Größe und Souveränität, sich am Glück oder Erfolg oder Motivationshoch anderer zu erfreuen, wenn er oder sie grad unten auf Schaukel sitzt…

Ich sitz jedenfalls grad unten auf der Motivationsschaukel. Immerhin: Ich weiß zumindest schon mal, woher diese derzeitige Lustlosigkeit bei mir herrührt: Ich war bis vorgestern 2 ½ Wochen in Urlaub: Buenos Aires - Iguazu-Wasserfälle - Asuncion = Abenteuer, Aufregung, Action und das alles bei wunderbaren 23 bis 26°. Und nun Bielefeld bei 14° (immerhin) und Büro samt gefühlten 2 m Papierbergen  und Balkon, der dringend seinen Winterstatus verlieren dürfte…

1000 ich sollte, ich könnte, ich müsste drängeln sich immer wieder durch meine Gehirnwindungen, appellieren, aktivieren mein schlechtes Gewissen, machen mich mal mehr, mal weniger moralisch feddich -  bisher allerdings völlig erfolglos: ich komme und komme nicht in die Pötte. Mein Blick schaut irgendwie doch schuldbewusst auf die Wäscheberge, den doch immerhin schon fast bis zur Neige ausgeräumten Koffer, ruht auf Reiselektüren- und Büropapierbergen, den Laubhügelchen auf dem Balkon, dem  noch immer halbleeren Kühlschrank - und derweil seufze ich: ach, wat is dat  Leben doch schwer, hach ja…. Eigentlich, siehe oben, könnte, sollte, müsste ich…

Meinte doch gestern jemand: hey, du musst das doch wissen, wie das geht, dich selbst motivieren. Antwort: Ja, weiß ich auch: all die 1000 Kniffs und Tricks und Motivationsstrategien. Will ich aber jetzt nicht auf mich anwenden. Will einfach mal ne Runde rumjammern, dass ich soooooowas von lustlos bin, irgendetwas in Angriff zu nehmen, will mich selbst mal ne Runde - ob was auch immer ??-   bedauern, will nicht in die Falle vieler Coaches, Berater verfallen, IMMER nur lösungs- und zielorientiert mein Leben zu planen. Dieses IMMER stört mich daran schon lange und immer mächtiger.

Mal ist eben dieses dran, mal jenes. Die (Lebens)Kunst liegt m.E. eher darin, herauszufinden, WAS genau von den Alternativen denn dran ist. Und die dann auch beherzt zu leben. Jedenfalls für ne Weile.

Ich jedenfalls weiß für mich: ich gönne mir noch 1, 2 Tage zum Abhängen, Nach-Träumen,  bis die Seele wieder nachgekommen ist. Meistens kommt dann die Motivation, die Dinge des Alltags und Lebens wieder anzugehen, ganz von alleine.

Immerhin: die gestern erstandenen 3 Frühjahrsblüher (noch uneingepflanzt) teilen sich den Balkon schon mal mit der ersten gewaschenen Wäscheladung. Is doch schon mal was für den Anfang…

13. März 2010

Frühjahrsputz und andere Sehnsüchte

Abgelegt unter: Allgemein — mary @ 12:51

„Träume und Wünsche sind unsterblich.” - Auguste Rodin

Liebe Leserin, lieber Leser,

sehnen Sie sich nach diesem langen, kalten Winter auch nach Frühlingswärme, hellen Tagen, lauen Lüften, ersten Fahrradtouren und Spaziergängen ohne dicke Kleiderschichten?

Sehnsucht ist ein sehr intensives Gefühl. Häufig wird es als ein ziehendes beschrieben: etwas zieht uns weg aus dem Alltagsgeschehen, etwas, was über das ‚Normale’, das wir leben,  hinaus will oder hinaus weist.

Was fällt Ihnen beim Wort SEHNSUCHT ein? Welche Sehnsüchte haben Sie oder suchen Sie mitunter heim? Wie gehen Sie damit um? Trauen Sie sich noch, ihnen Platz und Raum zu geben? Oder drücken Alltagssorgen und Alltagspflichten sie in den Hintergrund?

Einige Sehnsüchte teilen wir mit vielen anderen Menschen: Die Sehnsucht nach

- Gerechtigkeit

- Partnerschaft

- Gesundheit

- Unbeschwertheit

- materieller Sicherheit

- Geborgenheit

- Zugehörigkeit

- unseren Platz im Leben und in der Welt zu finden

um nur ein paar der ‚großen’ Sehnsüchte zu nennen.

Zu den kleineren gehört vielleicht die anfangs genannte Sehnsucht nach Wärme und Licht,  einem ersten Eis im Frühling oder endlich den Energieschub zu bekommen, die winterdreckigen Fenster zu putzen und den Winterkilos zuleibe zu rücken.

Und manchmal versteckt sie sich auch: hinter Frust, Traurigkeit, Wut, Angst, Abgeschlagenheit, Burnout, Depression, Arbeitssucht oder sonstigen Süchten. Mann oder Frau drückt sie weg. Leider oder eher Gott sei Dank verschwindet sie dadurch nicht.

Denn, hinter jedem Frust, hinter jeder Angst, hinter jeder Sucht steckt eine Sehn-Sucht. Es sind gute, aber meist unbewusste Gründe, die uns daran hindern, dieser Sehnsucht zu folgen. Diese unbewussten Gründe haben nichts mit inneren Schweinehunden zu tun, die es zu überwinden gilt. Im Gegenteil: Sie  sind  so individuell wie ein Fingerabdruck, hängen mit unseren Erfahrungen und den Lebensstrategien und Ängsten zusammen, die wir aufgrund dieser Erfahrungen entwickelt haben und schützen uns wie ein Bodyguard vor übereilten Schritten.

Sehnsüchte und Träume wollen, so meine Erfahrung,  mit aller Vorsicht freigelegt werden, denn auch für das Aus-Leben einer Sehnsucht muss man innerlich den Boden bereitet haben. Dann fühlen wir uns sicher und wenn wir uns sicher fühlen, sind wir bereit, den ersten Schritt zu tun - und den dann mühelos und leicht.

Wer Lust hat, seinen/Ihren Sehnsüchten in einem geschützten Rahmen auf die Spur zu kommen, hat dazu Gelegenheit am 23.4.2010. Hier der Link

Zum Einstieg eine erste kleine Übung für Sie:

Was würden Sie tun, wenn morgen der Frühling da wäre und Sie überraschend frei hätten?

Hier ein paar Beispiele einer Freundin, mit der ich gerade eben telefoniert habe:

Ein großes Erdbeereis essen, im Oetkerpark auf die Wiese legen, mir für die Wohnung drei Bund knallrote Tulpen holen, den ganzen Tag “Le Printemps”(zu Deutsch: Der Frühling) hören und laut

mitsingen…

Nun denn, über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten - über individuelle Sehnsüchte ebensowenig.

Folgen Sie Ihren - und teilen Sie sie uns hier im Blog mit, wenn Sie mögen. Denken Sie daran:

Teilen befriedigt einer der größten Sehnsüchte, die wir haben: der Sehnsucht nach Zugehörigkeit.und Verbundenheit.

In herzlicher Verbundenheit

Maria Ast

23. Februar 2010

Von Training, Talenten und Technikverständnis

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 11:26

“Lernen ist wie Rudern gegen den Storm. Hört man damit auf, treibt man zurück.” - Laotse

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Trainieren meint ja nix anderes, als Üben, Üben, Üben: Vokabeln, Abfahrtslauf, den neuen DVD-Player zu bedienen, weniger-schüchtern-sein, selbstbewusster auftreten…

Woran üben Sie denn gerade rum?

Nundenn, ich gebe es zu: Technikverständnis zählt nicht zu den Talenten, mit denen der liebe Gott mich vorrangig gesegnet hat. Im Gegenteil: er hat erheblich geschludert, so dass ich leider, leider gezwungen bin, auf diesem Gebiet in Dauerübungsbereitschaft zu bleiben, um halbwegs in dieser technikdurchsetzten Welt bestehen zu können.

Gestern zum Beispiel: Da hatte ich nach 3 Ewigkeiten (weiterlesen…)

22. Februar 2010

Von Schneewintern und der Mär vom Konsumglück

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 09:18

Sind Sie gut durch den Winter gekommen? Wie haben Sie sie rumgebracht, diese doch mittlerweile außergewöhnliche Schneezeit? Fanden Sie sie gut oder schlecht?

Vielleicht ging es Ihnen ähnlich wie vielen anderen: zuerst fanden wir den Schnee superspannend, stapften begeistert durch die weiße Winterlandschaft, ließen Kindheitswinter an unserem geistigen Auge vorbeiziehen, sprich, wir erfreuten uns an der weißen Pracht.

Ab einem gewissen Zeitpunkt schien die Stimmung allerdings zu kippen: wir hätten auch gut drauf verzichten können, auf das Schneeschippen, die Kälte, das Gerutsche auf den Straßen.

Was war passiert? Wir hatten uns an den Schnee gewöhnt. Das Außergewöhnliche war gewöhnlich bis lästig geworden und unsere Euphorie und Begeisterung und Neugier schmolz wie Schnee in der Sonne.

Ich möchte Sie einladen, sich drei Minuten Zeit zu nehmen und sich zu erinnern:

1. Denken Sie an eine Situation, wo Sie etwas für Sie Schönes und Neues erworben haben.

Das kann ein lange ersehntes Sofa oder Auto oder Küche oder Schuhe sein. Suchen Sie nach etwas, was IHNEN lieb und wichtig war, ggf. etwas, worauf Sie sogar lange gespart haben.

2, Erinnern Sie sich an die Zeit VOR dem Kauf: haben Sie sich informiert oder mit Freunden diskutiert, z.B. welches Auto oder welcher Laptop wohl das oder der richtige für Sie sei. Welche Erinnerungen, welche Bilder stellen sich dazu ein?

3. Dann erinnern Sie sich bitte genau an den Zeitpunkt, als Sie das Sofa, das Auto, den Laptop….gekauft haben und es Ihrs war.

Steigen Sie noch mal in die Situation dort ein und lassen Sie die Bilder Revue passieren: wo genau waren Sie da? Mit wem waren Sie  ggf. zusammen? Welches Gefühl macht sich breit?

Ich erinnere mich z.B. noch ganz genau an das Gefühl, das ich hatte, als ich auf meine neue Küche sah: wow :-)  Ebenso erging es mir, als ich meinen ersten Laptop unter dem Arm hatte aus einem Geschäft spazierte.

4. Dann gehen Sie im Geiste 1, 2 Wochen, Monate oder Jahre weiter - und fühlen noch mal nach, ob das Gefühl zu dem erworbenen Teil immer noch so jungfräulich euphorisch und stolz und begeistert war/ist?!

Wahrscheinlich nicht. Wir haben uns an die Dinge gewöhnt wie an den Schnee in diesem Winter und irgendwann war der Glanz und der Lack des Neuen auch da ab.

Warum ich Sie zu dieser kleinen Übung eingeladen habe?

Weil der schmelzende Schnee und die 7 Zeitungsbeilagen mit Dauerglücksverheißungen mich heute morgen daran erinnert haben, mir - und vielleicht auch Ihnen -  immer wieder ins Bewusstsein zu rufen:

-    Jedes Streben nach Dauerglück, Dauererfolg, Dauerleidenschaft ist zwangsläufig früher oder später zum Niedergang verurteilt, weil wir uns auch daran gewöhnen - und uns nach Neuem und UnGewöhnlichem sehnen. Mißtrauen Sie also den Ewig-Glück-verheißenden Gurus und Botschaften. Das Leben ist und bleibt polar - und auch daraus bezieht es seine Glücksmomente.

- . Nicht der Besitz von Etwas macht glücklich, sondern lediglich der Augenblick des Erwerbs. Vielleicht bewahrt dieses Wissen einen ja davor, den vierundzwanzigsten Ostereierbecher oder den vermeintlich noch besseren Flachbildschirm zu kaufen….

Herzlichst für heute<-->

19. Februar 2010

Dick und selbstbewusst: geht doch!

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — mary @ 23:49

Liebe Leserinnen,

unbedingt angucken, wenn Sie Probleme mit Dicksein, Dickfühlen, Selbstwertzweifeln haben und auch sonst und sowieso und an sich macht der Film Mut, sich oder etwas oder gar beides zu verändern.

Doris Dörrie - Die Friseusin - Ausschnitt aus dem Youtube Trailer

Gewichtsprobleme und die daraus erwachsenden Selbstvorwürfe, Selbstzweifel, Selbstbewusstseinseinbußen, welch Frau - und zunehmend welcher Mann - kennt sie nicht (oder lässt sie sich von dieser oder jener Industrie einreden). Irgendwann habe ich beschlossen, anders mit dem Thema umzugehen und MEIN Wohlfühlgewicht selber und selbstbestimmt festzulegen - und das Leben zu genießen. Dazu passt der Film wunderbar, ebenso zu Maja Storch und ihrem Mein ICH Gewicht, deren Ansatz ich in meinen ICH-Gewichts-Kursen vermittle Mehr dazu unter:  http://www.maria-ast.de/ich-gewicht.php

Viel Spaß beim Anschauen!

Sonnige Grüße

13. Januar 2010

Lebensgefährlich oder Schmerz lass nach

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, — mary @ 12:30

“Wird’s besser? Wird’s schlimmer?” fragt man alljährlich.

Seien wir ehrlich:

Leben ist immer lebensgefährlich”   - Erich Kästner

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Dazu wollte ich eigentlich einen schönen Neujahrsbeitrag schreiben. Es kam anders:

nach 8 Wochen Sehnenscheidenentzündung (und Schreibverbot…) bin ich Samstag voll auf BEIDE Hände gefallen. AUA……. weitere 8 Wochen Scheib-, Putz-, Sportverbot etc. Nundenn, da kommt nicht nur Freude auf.

Ich warte auf die Lieferung von Dragon, einem Spracherkennungsprogramm. Irgendwie muss es ja möglich sein, auch ohne Fingereinsatz schriftlich zu kommunizieren heutzutage.

Wenn jemand von Ihnen noch eine Tipp hat, der garantiert bei ihm oder ihr gewirkt hat, wenn es um eine Sehnenscheidenentzündung oder ne Handgelenksverstauchung ging, , nur her damit - und sei’s nen netten Witz. Mit Humor ist ja bekanntlich vieles besser zu ertragen.

Ihnen allen: Glück, Gesundheit, Zufriedenheit und wenn’s mal hakt: nicht die Zuversicht verlieren, dass alles besser wird und sich der Sinn irgendwann offenbaren wird. Ich versuche zumindest grad, diese Haltung einzunehmen.

Herzlichst

Maria Ast

23. Dezember 2009

Vorsicht Satire! Schnelltipp Nr. 3 vom Anti-Erfolgscoach: Alles auf einmal!

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — olli @ 20:22

Schnelltipp 3 -  So kommen Sie garantiert granatenschlecht drauf! Es grüßt: Ihr Antierfolgscoach Maria Ast aus Bielefeld

Hier anhören: Schnelltipp No. 3

Auf vielfachen Wunsch den Schnelltipp nun auch noch mal in Schriftform: (Weiterverwendung bitte nur mit Rücksprache oder Angabe der Quelle. Danke schön.)

Tach,

Sie sind selbstständig oder  „Nur”-Hausfrau mit 2 Kindern, Haus, Garten, einem Ehemann oder StudentIn, der/die grad vorm Examen steht oder Rentnerin, die endlich Zeit hat, all ihre Talente und Gaben zu leben? Schön. Dann haben wir was gemeinsam.

ICH bin Coach für Persöööööööönlichkeitsentwicklung. Und: Ich habe viel zu tun.  Ich lese und denke und formuliere und lese und bilde mich fort und lese und habe Newsletter zu schreiben, und Artikel für den Blog und Mailantworten. Und dann noch Flipchartpapier bestellen, Flyer abholen, die kaputte Glühbirne im Büro durch ne neue ersetzen (ich horte grad, nein, ich verrat Ihnen jetzt nicht, wievile - alte Glühbirnen) , kurz, ich bin ein echtes One-Woman-Einfrau-Unternehmen und manage den Laden hardwaremäßig ebenso wie softwaremäßig.

Nun gibt es Zeiten, wo ich das alles als traumhafte Lebendigkeit und Herausforderung begreife,  ähnlich Müttern und Vätern, die zwar viel Arbeit mit den Kindern  haben, aber irgendwie hält sich Input und Output die Waage und mann/frau erfreut sich an der Brut.

Dann gibt es aber Tage, wo scheint’s ALLES zu viel ist, ALLES  über einem zusammen bricht bzw. mann/frau selbst kurz davor ist, zusammen zu brechen.  Hier nun mein Tipp,  der mir persönlich sehr effektiv hilft, diesen Zustand zu verfestigen, zu intensivieren oder gar zu toppen.

Er lautet: Versuchen Sie immer wieder sich einzureden, Sie müssten ! heute!  ALLES! auf einmal erledigen.  Lassen Sie all Ihre Projekte immer und immer wieder wie im Dauerspülgang der Waschmaschine durch Ihr Hirn fließen, bis Ihnen allmählich und ähnlich  wirbelig im Kopf wird,  Ihr Hirn quasi von selbst in den nächsten Gang schalten, bis es im  letzten landet, na, und wie lautet der?? Richtig: es ist der beliebte Schleudergang.

Spätestens da erkennt kein Schwein mehr, welches Wäschestück wo anfängt und endet, alles verschmilzt zu einer homogenen, aber immerhin farbenfrohen Masse.

Wichtig! Stecken Sie viel Energien ins Toben, treten Sie gegen Ihre Gehirnwaschmaschine, fluchen Sie, dass die Technik, das Leben, ach, eigentlich alles sowieso einer überfüllten Waschmaschine gleicht - und dann gehen Sie keinesfalls ins Nebenzimmer und kochen sich einen Tee oder rufen die Freundin an und kotzen sich aus, nein, das wäre völlig kontraproduktiv.

Hetzten Sie einfach weiter durchs Haus und versuchen Sie hektisch, alles anzufangen und nicht zu Ende zu bringen, bis sie abends fix und fertig sind, die Nerven blank liegen, zumal  Ihnen aus Versehen ein paar Projekte durcheinander geraten sind - und das Ergebnis so aussieht, als hätten Sie die neuen pinkfarbenen Söckchen zur 60° Weißwäsche gesteckt.

Gut  funktioniert auch der Tipp, die Maschine trotz leiser mahnender Innenstimme gleich von Anfang an überfüllen. Da geht ab irgendeinem Punkt gar nichts mehr - und Maschine wie Frau wie Arbeit  kommen zum absoluten Stillstand. Hat ja was für sich:   IM Auge des Orkans ist es bekanntlich am ruhigsten…

Leider, leider  kann mann/frau da nicht dauerverharren und leider wird der Orkan mit dem Namen: Things to do morgen umso gnadenloser zuschlagen, zumal man die „verfärbten Wäscheberge” entweder wegschmeißen oder entfärben oder neu einfärben muss.

Sie fühlen sich so richtig schön mies? Dann hat mein Tipp ja prima gewirkt. Und wollen diesen Zustand gerne bis zum Schlafengehen konservieren: Hier und heute deshalb noch einen Gratis-Schnelltipp dazu, wofern Sie nicht allein leben. Er lautet:   So schaffe ich es, innerhalb von 3 bis x Sekunden mich mit meinem Partner/meiner Partnerin zu streiten .

Geht so: Überfallen Sie Ihren Paartner, respektive Paartnerin - sobald er oder sie durch die Eingangstür tritt - mit Ihrem: Es war ein Scheißtag heute und ich bin fix und fertig und hab überhaupt nix gebacken gekriegt und ich weiß sowieso gar nicht, warum ich mir das alles antue und überhaupt, wieso kommst du so spät??  und schauen Sie, was passiert. Könnte sein, dass das Gegenüber ein ähnliches Waschprogramm an irgendeinem anderen beliebigen Ort der Welt durchlaufen hat. Muss ich noch weiter ausführen??

Ja, und nun mal schön vorgestellt: Barack hatte einen Scheißtag: …..

Und Mischelle hatte einen Tag zum in die Tonne treten …nd dito H. Zarkosy  hat sich heute auch gram mal wieder  hpyeratkiv übernommen und trifft auf Madame ….., die völlig fertig vom Damenprogramm ist….

Hachja, es ist doch immer wieder schön, entspannend und beruhigend,  sich vorzustellen: auch andere Menschen haben Alltagsstress, müssen viele Dinge gleichzeitig tun, kämpfen mit der Fülle der „Wäscheberge”, sprich der Anforderungen und Aufgaben - allerdings mit dem feinen Unterschied, dass unsereins nicht noch von der Presse, den Gazetten, der halben Weltbevölkerung zur Rechenschaft gezogen, belächelt oder hämisch und voller Schadenfreude angegafft und kommentiert wird.

Summ… summ… summ….. SO schlecht geht’s mir eigentlich auch wieder nich… Doch, fühl mich schon ein bisschen besser.  Na, dann will ich jetzt mal ne kleine Artikel-Handwäsche zwischendurch einlegen….

Geschäfft! Sehn Se, zumindest dieser Artikel, den Sie grad lesen,  ist fertig geworden!

Dafür liegt die restliche schmutzige Wäsche = noch zu erledigende Projekte, Dinge, To-Does weiterhin irgendwo rum. Egal, Morgen ist auch noch ein Tag und dann geht’s mit neuem Elan an die „Wäscheberge”.

Vorsortieren könnt ich ja schon mal… Vielleicht fällt dabei ja der nächste Tipp: So kommen Sie garantiert granatenschlecht drauf!  für Sie und mich ab. In diesem Sinne: gut-wasch!

Herzlichst

Ihr - Anti-Erfolgs-Coach

Maria Ast

P.S. Ich hasse Weichspüler jeder Art.

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